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Kona Lisa DS - Eine äußerst attraktive Lady im Test
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Der Name Lisa klingt nicht nur weiblich, sondern das Kona Lisa DS wurde auch speziell für das weibliche Geschlecht entwickelt. Neben der guten Sitzposition durch das kurze Oberrohr gefällt auch die Optik der Lisa. Die verwendeten Rohre sind nicht zu dominant, wodurch das Bike zierlich wirkt und die zweifarbige Lackierung in grün-weiß lässt die Lisa geradezu unschuldig wirken. Dass die Lisa es doch faustdick hinter den Ohren hat, merkt man spätestens auf Abfahrten. Der Fahrspaß mit der Lisa ist also nicht nur auf Touren beschränkt.

Wichtig ist natürlich die optimale Größe des Bikes und das individuelle Einstellen des Bikes auf die Fahrerin. Die Lisa ist in den Größen von 14 Zoll bis 18 Zoll erhältlich. Damit kann das Kona Lisa DS bereits vor Testbeginn Punkte sammeln. Das Einstellen der Lisa an die Bedürfnisse der Fahrerin geht sehr gut von der Hand. Der Fox Float RP2 Dämpfer als auch die Hayes Sole Bremsen lassen sich gut auf die Fahrerin einstellen. Die Länge des Vorbaus und die Breite des Lenkers passen gut zur Lisa und sorgen mit dem Rahmen für ein gutes und sicheres Handling. Minuspunkte sammelt allerdings die Marzocchi Gabel. Doch darauf gehen wir gleich nochmal ein.

Auf den "WTB Speed She" Sattel haben wir ein zweites und ein drittes Auge geworfen, da er etwas dicker gepolstert und breiter war, als wir es bisher kannten. Doch der Sattel konnte punkten, da das Hinterteil den Sattel auch bei langen Touren als sehr angenehm empfand. Die Sattelstütze lässt sich schnell und einfach, dank Schnellspanner, an das jeweilige Terrain anpassen. Sehr positiv ist uns auch der RP2 Dämpfer von Fox aufgefallen, der sich nicht nur gut einstellen lässt, sondern auch hervorragend arbeitet. Durch den gut erreichbaren Lock-Out Schalter kann man den Dämpfer bei Bedarf blockieren. So verliert man auf gerader ebener Strecke keine Kraft und bei Unebenheiten kann schnell und einfach per Schalter der Dämpfer wieder aktiviert werden, damit dieser die Unebenheiten "wegschlucken" kann.

Kritik muss sich das Lisa vor allem an der bei unserem Bike verbauten Marzocchi MZ Race gefallen lassen. Weder die Einstellmöglichkeiten noch die Funktion sprechen für diese Gabel. Die Marzocchi ist viel zu hart und besonders bei leichteren Fahrerinnen gibt die Gabel nur einen Teil der möglichen 100mm Federweg frei. Eigentlich schade, weil der Hinterbau mit ebenfalls 100mm Federweg sehr gut arbeitet. Ein weiterer Kritikpunkt sind die Bremsen. Die Hayes Sole Scheibenbremse lässt sich zwar gut auch auf kleine Hände einstellen, aber die Bremsleistung kann nicht wirklich überzeugen. Wir finden, dass die Lisa bessere Bremsen und eine bessere Gabel verdient hätte!

Die "Puschen" an der Lisa sind gar nicht mal so schlecht. Die Maxxis Ignitor in der Breite 2.1 überzeugen durch guten Grip auch auf feuchtem Waldboden und auf steinigeren Wegen. Gut und zuverlässig arbeitet auch die Shimano Deore Schaltung. Alle Mädels, die gerne eine Trinkflasche bei sich haben möchten, können wir auch beruhigen. Sogar bei der kleinsten Lisa in der Größe 14" passt noch eine Trinkflasche in den Flaschenhalter. Erstaunt waren wir allerdings beim Blick auf die Waage. Die schlanke Lisa bringt stattliche 14 Kilogramm auf die Waage. Wie sagt man so schön: Sie hat wohl "schwere" Knochen ;-)

Fazit:
Sehr schönes und zierlich wirkendes Bike, wo vor allem der Rahmen für dicke Pluspunkte sorgt. Leider trüben die Gabel, das Gesamtgewicht und die Bremsen den sonst sehr gutes Eindruck von der äußerst attraktiven Lisa.

Gewicht: etwa 14 Kilogramm
Farbe: grün/weiß
Preis: 1629 Euro

Mehr Infos unter www.konaworld.com

Eni
(23.04.2007)