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Kona Minxy - Die kleine Schwarze im Test
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Zwei Wochen Südfrankreich, das heißt Sonne, Wasser und natürlich Berge, die einen erwarten. Diesmal wollte ich wieder die Berge genießen, aber eigentlich nur bergab, das Bike mal so richtig "laufen" lassen. Die Kona Lisa ist ja schon cool, aber ich wollte eine Spezialistin für die härtere Gangart. Die Minxy entsprach ganz meinem Geschmack - nette Komponenten und netter Style. Der super schöne Rahmen ist schön verarbeitet und macht schon richtig was her, er ist nicht so zierlich wie andere Rahmen. Die Lackierung sieht echt fesch aus und am Steuerrohr sorgt der aufgedruckte Tigerkopf für ein "böses" Erscheinungsbild der Minxy. Dabei ist die Minxy alles andere als böse, auch wenn ihr Erscheinungsbild mächtig Eindruck hinterlässt!

Da ich bei einer Körpergröße von 1,51 m kein Riese bin, ist das Einstellen der Bikes auf meine Bedürfnisse immer so eine Sache. Bei der Minxy gab es keine Probleme, die Bremsen ließen sich super an meine kleinen Finger anpassen und die Rahmengröße von 15" war perfekt. Auch das Einstellen des FOX DHX 3.0 Air Dämpfers und der Marzocchi 55 ATA Federgabel bereitete keinerlei Probleme. Das gefällt der Eni schon mal sehr gut! Die Sattelstütze mussten wir allerdings um einige Zentimeter kürzen, aber das ist ja nicht ganz so viel Arbeit wenn man erst mal eine Säge zur Hand hat. Mitgeliefert wurden Kona Plattformpedalen, die wir natürlich dankend montiert haben. Insgesamt bringt die Minxy so etwa 16,9 Kilogramm auf die Waage.

Dann endlich die erste Ausfahrt...entgegen meiner Wünsche allerdings erstmal über Asphalt...puhhhh...man hat das Gefühl, die Maxxis Minion DH Reifen in 26x2.35 würden einfach nur am Boden festkleben. Die zweite Quälerei ließ nicht lange auf sich warten, ich musste mit der Minxy die Berge hoch - ohne Shuttle oder Sessellift! Vorne sind zwei Kettenblätter verbaut, wenn es dann gar nicht mehr geht kann man ja noch schieben. Bergab wurde ich für die Strapazen aber sofort belohnt. Die Minxy bietet ein richtig sattes Fahrgefühl, auf dem Rad ist keine Unruhe zu spüren. Egal ob Wurzeln, loses Geröll oder einfach nur unebener Boden, die Minxy rollt easy darüber weg. Die Gabel und der Hinterbau arbeiten bravourös, so lassen sich die Abfahrten richtig genießen.

So hatte ich von Anfang an großes Vertrauen zu dem Bike. An Federweg bietet die Minxy vorne und hinten 15 cm, das ist schon eine ganze Menge. Nachdem die Hayes Stroker Ryde Bremsen dann richtig eingebremst waren, funktionierten sie sensibel auf jeden Fingerdruck. Der Nachteil der Minxy ist das hohe Gewicht und die nur eingeschränkte Alltagstauglichkeit, aber man kann ja nicht alles haben. Eine Bergauf-Ziege ist die Minxy definitiv nicht, für den Bikepark oder den Abfahrtsspaß ist sie allerdings erste Wahl und beschert einen riesen Spaß. Die Komponenten sind klasse und passend gewählt, die Shimano Deore Schaltung funktioniert hervorragend. Schade finde ich nur, dass Kona keine Schraubgriffe am Lenker verbaut hat.

Die Minxy ist in drei verschiedenen Größen erhältlich, von S bis L, soll heißen 15, 16 und 17 Zoll. Die Komponenten gefallen mir richtig gut, bis auf die Lenkergriffe mit dem Lippenmuster - das passt gar nicht zur Minxy. Die Wahl der Gabel finde ich sehr gut. Die Marzocchi funktioniert sehr gut und lässt sich sehr gut einstellen. Da muss man sich wenigstens nicht direkt nach dem Kauf des Bikes nach einer neuen Gabel umschauen. Wir hatten im Test die Minxy von 2009, die knapp unter 2000 Euro kostet bzw. gekostet hat. Schaut euch mal im Internet um, da könnt ihr natürlich derzeit noch ein richtiges Schnäppchen machen.

Mehr Infos unter www.konaworld.com

Eni
(25.11.2009)