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FRAKTUR - Ausgabe 2000
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Fraktur 1999 - 2000
Die Fraktur geht ins nächste Jahrtausend. Mit einem neuen Layout und ein paar neuen Autoren. Wir hoffen euch gefällt auch die neueste Ausgabe der FRAKTUR. In der vergangenen Saison ist viel für euch und uns passiert: Wir haben Erfolge gefeiert, das geliebte Bike ist vom Heckträger gefallen, die Mountainbike Downhill ist ein Freeride Magazin geworden, die Jungen überholen die Alten, die FRAKTUR hat eine farbige Titelseite, es hat viel Geld gekostet, aber trotz allem hat es Spass gemacht und niemand will wohl die vergangene Saison missen. Deshalb haben wir einen Bericht über den Players Cup geschrieben. Ausserdem der ultimative Mountainbike Park Test und vieles mehr. Also ihr Schatten Parker, Folien Griller und Downhiller, nehmt die FRAKTUR wie immer nicht ganz so ernst.

News 2000

Axel Lang - Maxxis
Axel Lang bietet nächstes Jahr mit Maxxis und seiner Firma Outlaw, von der es günstige DH-Rahmen, Lenker und Sättel geben wird, einen Rennservice auf allen duetschen Rennen an. Für Fahrer gibt es 20% auf Teile.

Geißkopf News
Im BMW Bikepark in Bischofsmais entstehen 4 neue Strecken. Ein Kinderparcours, ein Jumptrail und je eine zusätzliche Biker-X und Downhill Strecke. Außerdem ist ein Magazin und ein Bikepark Club geplant.

Pascal bei Be One-Vouilloz und Missy als Team
Mickael Pascal wird nächstes Jahr im Be One Team mitfahren. Zu erst hieß es, dass Pascal und Vouilloz ihr Team aufziehen. Jetzt sitzt Missy bei Vouilloz im Boot. Als Kleinteam werden sie auf Sunn Rädern unterwegs sein.

Neuer Bikepark
In Bad Wildbad/Schwarzwald wird ein neuer Bikepark entstehen. Er wird, wie der in Bischofsmais, vom Sog-Sportsmanagement verwaltet. Und das beste ist, dass er wieder von Didi Schneider gebaut wird. Das garantiert Qualität.

Der Mountain Bike Park Test

Wir sind für euch durch ganz Deutschland gezogen und haben 3 Mountain Bike Parks getestet. Zur Übersicht haben wir eine Bewertung mit Pokalen eingeführt, Kriterien waren unter anderem ob es hübsche Madels im Dorf gab und wie sich die einheimischen Almöis verständigen konnten.

Der Erste Park ist der BMW-BIKEPARK GEIßKOPF in Bischofsmais im Bayerischen Wald. Den Park gibt es seit Anfang des Jahres 1999 und er ist der größte in ganz Deutschland. Er bietet 1 Downhill Strecke; 1 Freeride Piste; 1 Biker-Cross; 1 Dual Slalom Strecke (natürlich mit 2 Parcouren) und 1 BMX-Bahn, also 5 (bzw. 6) Strecken stehen dem abfahrtsgeilen Mountainbiker zur Verfügung. Die Downhill Strecke ist 2 km lang, hat einen Höhenunterschied von 260 m und ist damit nicht steil, aber sehr schnell. Die Strecke wurde so gebaut, dass man schon schöne Kanten springen kann, ein Anfänger aber trotzdem auch durch diese Passagen durchkommt. Insgesamt ist die Strecke sehr steinig und nicht allzu schwer, was sich bei Nässe aber schnell ändert. Im nächsten Jahr soll es aber eine weitere schwerere Downhill Strecke geben. Ganz oben an der Gipfelstation startet außerdem die Freeride Strecke, die auf einem einfachen Waldweg entlang führt. Hier könnte man sicher noch ein paar Sprünge und Anlieger reinbauen. Die Freeride Strecke ist 2,1 km lang und hat denselben Höhenunterschied.
Die Strecke auf der das erste Players Cup Rennen veranstaltet wurde, ist die Biker-X Strecke. Wenn man diese Strecke unter seine Stollen nehmen will, kann man schon nach einer kurzen Fahrt an der Mittelstation aus dem Sessellift aussteigen. Die Strecke ist mit Mega Großen Anliegern, durch die man mit drei Leuten nebeneinander fahren kann, ausgestattet. Außerdem stehen viele Sprünge, Doubles und Waschbretter im Weg rum. Aber das Highlight ist der Mac Flight, ein super großer Double, der nur schwer zu bezwingen ist. Der Biker-X ist 730 m lang und hat 80 m Höhenunterschied, die Piste ist, wie die DS-Strecke auch, Wetterfest.
Kosten: 35 DM Tageskarte
Infos: BMW Bikepark: Tel.:09920/903135
Fazit: Der größte und beste Park Deutschlands. Hier gibt es zwar noch nicht die allerschwersten Strecken aber trotzdem hat er 5 von 5 Pokalen verdient, auch wegen des relativ günstigen Lift Preises.

Als zweiten Park haben wir für euch den Mountain Bike FUN PARK TODTNAU unter die Lupe genommen. Der Park bietet 1 Downhill Strecke und 1 Freeride Piste. Die Downhill Strecke ist mit eine der schwersten in Good old Germany, und somit ideal für die Saison Vorbereitung. Dies ist auch der Grund, warum sich hier deutsche Top-Fahrer treffen und trainieren. Die Freeride Strecke ist sehr viel spaßiger als in Bischofsmais, weil es hier vor Anliegern und Sprüngen nur so wimmelt. Diesen Kurs können auch problemlos Anfänger unter ihre Stollen nehmen. Diese sollten die Downhill Strecke aber besser meiden, weil es sonst böse Wunden im Gesicht gibt, die durch einen schnelle chirurgischen Eingriff aber wieder zu beheben wären.
Fazit: Wegen dem eher knappen Streckenangebot und dem hohen Preis, nur 4 Pokale. Aber trotzdem kann man auf dieser Strecke gut seine Fahrtechnik verbessern, da diese für deutsche Verhältnisse doch sehr schwer ist.

Als dritten Park zeigen wir euch den MOUNTAINBIKEPARK WINTERBERG
Er bietet 1 Downhill Strecke, 1 Freeride Strecke und 1 unfahrbare Dual Slalom Strecke. Die Strecken sind nicht sonderlich schwierig, bringen aber Spaß und das ist die Hauptsache. Es muss nicht viel getreten werden aber Strecken haben viele Wurzel und sind verwinkelt, trotzdem sind sie schnell. Der Nachteil bei der Freeride Strecke, die schwerer ist als die DH-Strecke, ist, dass man vom Ende des Kurses noch relativ lange auf einem Waldweg zum Lift zurück fahren muss. Ach ja; der Lift, das ist was besonderes, denn man wird von einem Schlepplift wieder nach oben gebracht. Man nimmt eine Klaue und hängt diese einfach am Lenker ein. Perfekt.
Fazit: Da der Park ziemlich nahe am Ruhrpott liegt und das Heizen hier einfach funny ist, bekommt er von uns Ruhrpottkanaken 3 Pokale, außerdem sollen, in Zusammenarbeit mit der Mountainbike Downhill, für nächstes Jahr neue schwerere Strecken gebaut werden.
Tipp: Am Anfang und am Ende der Saison kostet der Lift nichts.
Infos: Tel.:0299/9080248

Das Warp ist ein Dualbike und der Mud-Reifen eignet sich nicht für Regen ?!

Es ist Ostersonntag, gegen 6:00 Uhr, als sich der graue BMW 316 von Waldy der belgischen Grenze nähert. Es regnet und Waldy hat ein hässliches Grinsen im Gesicht. Im Kofferraum liegen zwei Hot Chili Warps und 2 Sätze Michelin Mud. Gegen 8:00 Uhr erreichen wir den Messeparkplatz in Lüttich. Es regnet immer noch. Als wir die Räder zusammen bauen, belächeln uns die belgischen Fahrer ein wenig. Uns ist schon klar, das Warp ist nicht gerade ein Dual Rad, aber als wir die Strecke sehen, denke ich mir, man hätte genauso gut ein Hollandrad mit nehmen können. Den Mud konnten wir im Kofferraum lassen, denn er hat auf nassen Asphalt sehr wenig Grip. Zurück zum Auto und erst mal den kleinsten Federweg (16 cm) eingestellt und den kurzen Radstand gewählt. Dann ab zum Start, der sich auf dem Dach der Messehalle befand. Zuerst geht es eine 20m lange Europalettenstartrampe runter. Dann einen Palettendouble gesprungen, weiter um ein paar Stangen, in rot und blau geteilt, und schon ist der Spuk vorbei. Egal, jetzt sind wir schon mal hier, dann können wir uns auch anmelden. Und nach der Quali ist es auch schon aus. Das hat sich ja gelohnt und jetzt wieder 1,5 Stunden nach Hause.
Fazit: Das Warp ist kein Dualslalombike und der Mud ist bei Regen nicht immer der beste Reifen.
Jens

Belgien DH Cup 1999

Das erste Rennen des Belgien DH Cups 1999, wurde in Namur veranstaltet. Als Strecke, wurde die mit den Steilstücken gewählt, die eigentlich nicht sehr anspruchsvoll war. Zum Glück hatten wir unseren Clovis dabei, weil ohne ihn und sein französisch wären wir aufgeschmissen gewesen, da die Belgier weder Englisch noch Deutsch sprechen. Dazu hatten wir das Gefühl, dass in Belgien nicht nur kleine Kinder aus dem Keller kriechen, sondern auch das Spiel für die ganze Familie sehr viel Anklang in Belgien findet. Da begrüßt der Opa von der Zeitnahme, seinen Enkel der gerade die beste Zeit gefahren sein soll ?!
Auf jeden Fall machte aber auch diese Strecke viel Spaß und unser Christoph konnte bei seinem ersten Rennen gleich seinen ersten Sieg feiern.

Das zweite Rennen fand in Seraing in der Nähe von Lüttich statt. Diese Strecke war konditionell sehr anspruchsvoll und ziemlich flach. Daher hat sie nicht so viel Spaß gebracht wie die anderen Strecken in diesem Jahr, daran lag es wohl auch, dass relativ wenig Fahrer da waren.

Das dritte Event der Serie fand wieder in Namur statt, diesmal ging es zur anderen Seite runter. Nämlich auf der schnellen Strecke mit dem 10 m langen Table, das nur von den Locals komplett übersprungen wurde. Die Strecke war sehr BMX mäßig, schnell und mit vielen Sprüngen, bei einem legte sich ein Belgier so heftig ab, dass er mit einem Schaden an der Wirbelsäule ins Krankenhaus kam.

Fazit: Die Belgien Serie ist bei weitem nicht so professionell, von der Organisation und den Strecken her, wie der deutsche Multivan Cup. In Namur sind übrigens die besten Strecken, hier kann man auch im Winter hinfahren, und mit den Locals, die echt radikal fahren, moschen. Außerdem kann man hier super shutteln, was die Polizei dort eigentlich kaum stört.

1. World Games of Mountain Biking

Die erste Weltmeisterschaft der Hobby Biker fand in Saalbach-Hinterglemm statt.
Die Teilnehmer konnten in folgenden Disziplinen starten: Marathon und Halbmarathon, Cross Country, Dual Slalom und Freeride. Also meldeten wir uns an und fuhren im September für 5 Tage nach Österreich. Nachdem wir die ganze Nacht durchgefahren waren, kamen wir am Mittwoch morgen um 8:00 Uhr in Saalbach an. Das Wetter war nebelig und es regnete ein wenig und in der Pension war keiner da. Das fing ja schon gut an. Also frühstückten wir erst einmal, danach konnten wir in die Pension einziehen, wir luden unsere Klamotten aus, bauten unsere Bikes zusammen und checkten die Lage. An der Dualslalom Strecke wurde noch Hand angelegt und der Freeride war noch gesperrt, also schoben wir die Bikes den Berg hoch und shredderten ein paar Waldwege, die mit tollen Wurzeln und Steinen gespickt waren.
Gegen Abend kamen dann auch Alex, Sebi und Waldy, die einen Abstecher zum Geißkopf (s. Test) gemacht hatten, fur Alex war die Sache auch schon gelaufen, denn er hatte sich den Fuß verknackst. Wir fuhren dann noch ein paar Runden auf der Dual Piste und anschließend gingen wir noch etwas essen. Das Essen war nicht sehr prickelnd und super teuer, also gingen wir nach dem Essen noch ein paar Radler trinken.
Donnerstag: Nach einem erbärmlichen Frühstück ging es mit dem Lift nach oben, bevor man noch etwa 1 km zum Start fahren musste. Auf dem Serpentinen-Schotterweg nach unten hatten einige Bremsen arge Probleme. Mit kochenden und stinkenden Bremsen ging es auf den Freeride. Die Strecke komplett auf einer Wiese, schräg zum Hang. Ein paar eng abgesteckte Anliegerkurven, ein tiefes Schlammloch und ein fetter Gegenanstieg und zum Schluss noch ein geiler Sprung, den man mit gut 60 Sachen sprang. Im Zielbereich musste man noch die Dualpiste durchfahren. Am Nachmittag war Dualtraining auf der von Didi Schneider entworfenen und gebauten Strecke. Der obere Streckenabschnitt war ziemlich steil, mit mehreren Anliegern, der Rest war flacher und mit Sprüngen aller Art kam man ins Ziel. Nach einem langen Trainingstag war am Abend Nudelparty im Festzelt angesagt. Nach dem Essen ging es wieder in die Harley Bar.
Freitag: Das Frühstück war wieder beschissen und bis zum Mittag war noch Training. Am Nachmittag fanden die Qualilaufe im Freeride und Dual statt. Beim Freeride standen 100 Fahrer auf der Liste, die zum größten Teil aus Deutschland kamen. Beim Dual waren es nur 34 Fahrer, also lautete die Devise: Quali na Stani . Außer Sebi, der Probleme mit seiner Kette hatte, die einfach nicht auf dem Ritzel bleiben wollte. Im Freeride kamen 32 bei den Herren und Junioren ins Finale. Bei den Frauen 4, weil mehr nicht da waren. Am Abend war wieder Nudelparty, danach ging es in den tollen Pub, wo wir bei ein paar Bierchen abrockten.
Samstag war ausschlafen angesagt, denn heute war ein freier Tag. Nur Anja und ich mussten am Abend Dual Slalom fahren. Also gondelte man auf den höchsten Berg und schaute den Marathonfahrern zu die heute 90km und 3000 Höhenmeter abstrampelten. Später trafen wir noch ein paar Kollegen, mit denen wir über Schotterpisten und Kuhweiden shredderten. Abends beim Night Dual war die Sache für Anja so ziemlich sicher. Im ersten Anlieger nach dem Steilstück machte sie sich den Weg frei für ihren ersten WM Titel. Für Jens lief es etwas schlechter, klar mit DH Boliden und einem Sturz war es um die ersten Ränge schlecht bestellt. Nach dem Essen begossen wir noch Anjas Sieg in der Harley Bar.
Sonntag: Vor dem Training wurde noch einmal an der Abstimmung der Bikes gefeilt. Die Qualizeit bestimmte die Startaufstellung. Jeweils der schnellste und der langsamste starteten zusammen. Waldy hatte keinen Bock mehr und reiste schon vorher ab. Jens kam bis ins Achtelfinale und Joschi wurde von den Streckenposten fett verarscht, angeblich hat er ein Tor ausgelassen, also nur kleines Finale statt grosses und vielleicht der WM Titel. Anja machte auch im grossen Freeride die Sache klar, trotz Schmerzen in der Schulter holte sie mit grossen Vorsprung den WM Titel. Nach der Siegerehrung checkten wir in der Pension aus, luden die Autos voll und machten uns auf den Heimweg.
Kurz vor Köln nahm das bis jetzt so coole und erfolgreiche Wochenende seinen Lauf. Für Jens und Joschi ging eine Welt unter. Die Bikes hatten sich vom Heckträger gelöst und sind auf die Autobahn gefallen, machten mit einem LKW Bekanntschaft und wurden komplett zerstört. Jetzt wird nichts mehr so sein wie früher. Nie wieder wird einer von uns sein Bike auf einen Heckträger schnallen. Jens wird am 13.9. nicht mehr vor die Tür gehen und nie wieder ein Hot Chili fahren, aber Hardtail fahren mach mehr Spass.
Trotzdem werden wir nächstes Jahr wieder zur Hobby WM fahren. Denn dies war das best organisierte Rennen das ich kenne. Vielleicht mit einem schwereren Freeride oder sogar einer Downhill Piste. Wir sehen uns am 10.9.-13.9.2000 zur Hobby WM 2000 in Saalbach-Hinterglemm.
Jens

Blümchen DH 1999

Der Fraktur Blümchen Downhill fand, bei strahlendem Sonnenschein, wie immer auf der Duisburg-Beecker Halde statt. Die Wochen und Monate vorher hatte das gesamte Fraktur Team damit zugebracht, 2 neue Strecken zu bauen und auch, wenn dies einige Fahrer dachten, nein, wir haben dabei nichts geraucht. Die eine Strecke war schnell und weniger technisch anspruchsvoll, sie führte Richtung Thyssen den Müllberg runter. Die andere Strecke ist schon etwas schwieriger mit ein paar Kanten und einem Triple. Das Ziel war unten auf den Rhein Wiesen.
Die Stelle, an der auch wir am Anfang Probleme hatten, war eine 90 Grad Kurve mit einer Kante. Die Kante war zwar nicht hoch, da es hier aber sehr steil war gab es im Training schon heftige Stürze, bei denen aber nichts passierte, da wir alles mit Matrazen gepolstert hatten. An diesem schönen Sommertag waren auch relativ viele Fahrer (38) und Zuschauer da, die ein packendes Rennen erlebten.
Wir haben erst eine Quali auf beiden Strecken gefahren und haben die Zeiten zusammengezählt. Dann durften die besten 15 Fahrer um den Sieg fighten. Die beste Zeit an diesem Sonntag ist Clovis mit 0:53,5 sec gefahren. Aber die Hauptsache war, dass wir alle Fun hatten. Und das hatten wir.
Die Sieger des Blümchen DHs: 1. Clovis Vallois, 2. Mathias Haake, 3. Christoph Dollhausen

Locomotion Cup / Players Cup 1999

Diese Saison sollte unter einem schlechten Stern stehen, für die Veranstalter und für die Fahrer . Schon im Vorfeld zeichnete sich ab das es den Locomotion Cup nachdem Rennen in Eifa aus Sponsorenmangel nicht mehr geben wird. Aber lest selbst nach:

Das erste Rennen fand wie schon gesagt in Eifa statt. Noch vom Locomotion Team organisiert. Es waren wie immer auch alle Fahrer da, unter anderen auch das B1 Team, in kompletter Besetzung. Was im Vergleich zum letzten Jahr anders war, war, dass es das ganze Wochenende trocken war und man so die schöne Strecke genießen konnte. Das Highlight der Strecke war ein Tripple, der in das Wiesenstück eingebaut wurde und bei dem viele Fahrer Probleme hatten. Alle Fahrer waren mit der Strecke die sowohl technische als auch Tretpassagen beinhaltete, sehr zufrieden. Gewonnen hat dieses Jahr Gerwin Peters mit der Fabelzeit 1:42:05.
Nach diesen Rennen wurde bekannt gegeben, dass das Locomotion Team keine Sponsoren für die weiteren Rennen gefunden hat und es somit erst einmal keine deutsche Hobby/Lizenz Serie mehr geben wird.
Allerdings bekamen wir 1 Monat später alle Post von Tobias Löser, vom Intense-Racing Team, der einen so genannten PLAYER Cup ausrichten wollte.
Dies tat er auch und das erste Rennen, des neu erschaffenen PLAYERS Cup, fand in Bischofsmais statt. Hier wurde die vorhandene Biker-Cross Strecke genutzt, um ein packendes Rennen auszutragen. Das von Tobi Löser und dem BMW Bikepark sehr gut organisiert war.

Das zweite Rennen fand in Waldbreitbach, in der Nähe von Linz am Rhein, statt. Dieser Lauf wird uns allen als das Rennen, mit der Kante in Erinnerung bleiben. Die Strecke führte im oberen Teil über einen breiten Forstweg, bevor man dann in den Wald einbog und dort durch einen Bombenkrater fahren musste. Dann eine kleine 1 m hohe Kante und darauf eine ca. 300 m lange nach rechts abfallende Traverse, bevor man dann zur gefürchteten Kante kam. Die Höhe der Kante, ca. 2 m am Freitag bis 1,5 m am Sonntag, war nicht das Poblem der meisten Fahrer, sondern die Anfahrt, die sehr steil war und selber noch mehrere Wurzel beherbergte, man fuhr also die Anfahrt runter und kam fast parallel zur Kante aus und diese konnte man entweder mit viel Risiko fahren oder springen. Die Strecke ging weiter, mit mehreren Traversen und einem spektakulärem Steilstück und einer sofort folgen Rechtskurve, noch ein bisschen treten und ab ins Ziel. Nachdem sich am Freitag Steffi Weil (Hi-Tec) und Christiane Rumpf (Rohloff) an dieser mörderischen Kante lang gemacht hatten zogen es die restlichen Damen vor, hier runter zutragen. Bis auf Anja Jerenko (Giant/Bike Box), die dieses Hindernis genauso im Sprung bewältigte, wie die meisten Herren. Gewonnen hat übrigens Michel Kruiper (Cycle Craft). Der Sieger der Herren Hobby Klasse war unser Colvis (Fraktur/Watzup)

Der dritte Lauf fand in Ilmenau auf der alt bekannten Strecke, über die man wohl nicht mehr viele Worte verlieren muss, statt. Am Freitag war wie immer Trainingstag, was unseren Christoph (Hi-Tec) wohl nicht sonderlich interessierte. Er gab alles, und sprang mit gut 50 Sachen in den Zielhang rein und flog , nach Zeugenaussagen, fast den kompletten Hang runter, allerdings einwenig unkontrolliert. Mit der Folge, dass er nach dem Sturz bewusstlos liegen blieb und ins Krankenhaus kam. Diagnose: schwere Gehirnerschütterung und eine schöne Nabe an der Hüfte.Trotzdem hatten alle eine Menge Fun auf dieser langen und eher technischen Strecke die ordentlich Kondition verlangte. Wir hoffen, dass auch diese Strecke in den Playerscup 2000 kommt. In Ilmenau hat die Herren Lizenz Klasse Michel Kruiper gewonnen.

Der vierte Lauf fand in Bessenbach in der Nähe von Aschaffenburg statt und war eines der lustigsten Rennen in diesem Jahr. Das Rennen wurde auf einer MX-Strecke veranstaltet. Frank Häcker, der Veranstalter, hatte echt eine super Biker-Cross Strecke gebaut. Viele Downhiller hatten aber eine richtige Downhill Strecke erwartet, und reisten nach Erblicken der Strecke direkt wieder ab, oder waren mit ihren Downhill Panzern nicht wirklich gut für diesen Trail ausgerüstet, auf dem man sehr viel treten musste. Die Strecke startete auf einer Wiese, auf der man in Slalommanier erst einmal um ein paar Fähnchen fahren musste, dann ein breiter Schotterweg, auf dem man ordentlich treten musste, ein Waschbrett ca. 3,5 m lang konnte man locker überspringen, darauf folgen zwei Anlieger und dann das erste Highlight, ein 6 m langer Tripel, der super Fun brachte und einigen beim Biker-X auch geholfen hat. Noch drei Anlieger und dann 3 Steilstücke, in die man reinspringen konnte, nach dem dritten Steilstück, 40 m treten und dann wurde man von einer natürlichen Quaterpipe wieder ausgespuckt. Hier wurden von allen Fahrern super Sprünge geliefert. Bei zwei dieser super Sprünge wurden sogar ein Centurion Monster und ein Stevens geschrottet. Ausserdem wurde hier spontan der Air and Style Contest durchgeführt.
Man konnte 200 DM gewinnen, musste dafür aus der Quaterpipe rausspringen und auf einem 5 m höher gelegenen Weg landen. Die 200 DM gewann Markus Bast (siehe auch unser geniales Titelbild).
Zum Modus: Am Samstag wurde ein erst Lauf einzeln gefahren, hier wurde die Zeit genommen, dann starteten, der Zeit entsprechend, zwei Fahrer gleichzeitig, hier zählte aber nicht die Reihenfolge, in der sie im Ziel ankamen, sondern nur die Zeit. So wurde am Sonntag noch mal gefahren, hierfür gab es Punkte für die Gesamtwertung. Dann wurde ein Biker-X gefahren, der ungefähr auf der Hälfte der Strecke startete, hier war Action geboten, zog sich aber bis in den Abend, so dass am Ende kaum noch Zuschauer da waren. Die Meinung über diesen Modus war gespalten, es hat aber trotzdem viel Spaß gemacht.

Fazit: Endlich gibt es mal jemanden, der etwas bewegt und den Players Cup auf die Beine gestellt hat. Es gab zwar noch viele Schwächen in der Organisation und der Streckenwahl, aber trotzdem hatten wir immer Fun. Ausserdem ist der Playerscup eine Alternative zum Multivan Cup, weil hier nicht der BDR reinpfuscht und so hier noch die Szene tobt.

Cupendwertung:
Herren Lizenz:
1. Großmann (GMP); 2. Bastian Plag (Schauff); 3. Christoph Walz; 4. Dennis Stratmann (Intense); 5. Gino Schlifske (Intense); 6. Nino Antic (N.N.)
Hardtail-Klasse:
1. Nino Antic (Schwinn); 2. Joschi Glimsche; 3. Frank Morsch
Frauen Lizenz:
1. Vallazza (TRC-Bergman); 2. Granzow (N.N.); 3. Rumpf
Junioren Lizenz:
1. Schnell (Hot Chili); 2. Ulrich (Stevens); 3. May (HiTec)
Senioren Lizenz:
1. Wald (HiTec); 2. Heydt (Shock Works); 3. Geck (Rohloff)

Die Endwertung der Hobbyklassen lagen uns zu Redaktionsschluss leider nicht vor. Sorry
Chris

Mountainbike Downhill - Das Video

Ja, es ist ein Video von der Mountainbike Downhill Zeitschrift. Es ist eines der besseren MTB-Videos. Akteure sind: Steve Peat, Bas de Bever, Jürgen Beneke, Markus Klausmann, Nicolas Vouilloz und deren Kollegen. Im ersten Teil wird auf der Hausstrecke des Nicolas gerockt und das nicht schlecht. Nur werden immer wieder die gleichen Sequenzen zehn mal durchgekaut.
Im zweiten Teil stellen sich Fahrer des Mountainbike Downhill Mag vor. Olli Fuhrmann und Stefan Kudella zeigen ein paar fette Sprünge und Ausschnitte aus dem deutschen Multivan Cup. Wir würden uns aber wünschen, dass in den Ausschnitten auch andere Fahrer, nicht nur DH-Mag Fahrer, auftauchen würden. Nur, warum ist Lippe nicht auf dem Video?!?
30 Minuten Downhill Action zum Preis von ???
Ein Video dass ich mir nicht unbedingt kaufen muss, da es genauso toll ist wie die Zeitschrift.

Crusty 2000 - The Metal Millenium

Hey, was für ein geiles Video, nachdem ich die anderen Crusty Folgen alle gesehen habe, dachte ich , dass es keine fetteren Sprünge mehr geben könnte. Aber das neue Video hat es voll in sich. Limo, shreddern, geile Sprünge mit Pickups, Bubba jagt mit einem Eiswagen einen Kinder Motorcrosser. Coole Sprünge und Crashs mit MX-Maschinen in Australien und China. Dabei sind Mike Metzger, Edga Torronteras, Dave Castilto, J. Mc Grath , Bubba und viele andere. Das ganze wird wieder mit geiler Mucke unterlegt und man soll es kaum glauben, aber sogar ein Track von Guano Apes ist dabei. Alles in allem ein Video für 55 dM, das in keiner Sammlung fehler sollte.

THE - Toby Henderson Story

Ich habe den schweren Weg über den großen Teich auf mich genommen, um euch von einer der erfolgreichsten Firmen der letzten Jahre zu berichten.
Toby Henderson Equipment
Toby 37 Jahre aIt und Eigentümer seiner Firma THE (Toby Henderson Equipment). Er und sein Team haben im letzten Jahr die wohl innovativsten Produkte auf den Markt gebracht und waren mit diesen sehr erfolgreich. Beispiel hierfür ist das MOTO Fender, das im letzten Jahr auf dem NORBA Rennen in Big Bear, Californien präsentiert wurde. Es wurde schnell der beste Freund für Mountainbiker, die im Schlamm fahren oder im coolen MX-Style unterwegs sein wollten. Jetzt werden die THE-Parts in alle Welt verkauft.
Aber Toby will nicht nur Fender bauen, zur Zeit arbeitet er auch an mehreren BMX Parts, wie Gabel und Pedale. Aber bei allen Teilen will er den MX Style beibehalten. Alle neueren Teile lässt er von den Amerikanischen Top Pros testen und stellt so eine hohe Qualitat sicher, ausserdem lässt er viele neue Teile patentieren.
Henderson fing als Teenager an BMX und Motocross zu fahren. Nachdem er seinen ersten Crash beim MX Fahren hatte, liessen ihn seine Eltem MTB fahren. Dann arbeitete er in einem Bike Shop in Cerritos und lernte so viel übers Schrauben. Mit 17 Jahren wurde er Profi und hatte so ziemliche Schwierigkeiten mit der Schule, weil er auch Rennen in England und Australien fuhr. Dann heiratete er und hörte auf mit dem Rennen fahren, dies hielt er aber nicht lange durch und fing wieder an. Nebenbei managte er dann das Iron Horse Team und war Giant Importeur.
Und jetzt hat er seine eigene Firma, die sehr erfolgreich Iäuft.
Chris

Nordisch by Nature

Es ist Sommer, die Sonne brennt, allein der Gedanke daran, seine Protektoren anziehen zu müssen, lässt einen schwitzen. Also kein Bock auf Downhill. So beschloss Thomas K., Schrauber bei Sport Szene, ein Lübecker den es an den Niederrhein verschlagen hat, mich mit in seine Heimat zu nehmen um ein wenig rumzucruisen. Da ich von seinen Erzählungen schon ziemlich viel wusste, fuhr ich mit in den flachen Norden. Es sollte ein Wochenende der Superlative werden.
Also trafen wir uns Freitags nach Feierabend, luden die Bikes ein und ab ging es. Nach 5 Std. Autobahn kamen wir in Lübeck an, schnell ein bisschen rumtelefoniert und so konnten wir bei Falco übernachten. Nachdem wir unsere Sachen ausgepackt hatten, gingen wir noch in eine Disse fett abfeiern.
Samstag erst Stadtbesichtigung und Einkaufsbummel und um 15:00 Uhr trafen wir uns mit dem Rest des nordischen Combos (Falco, Julia, Rocker und Axel um nur einige zu nennen). Und ab ging es auf die Trails im Riese Busch, einem Waldstück mit super geilen Singletrails. Gespickt mit Wurzeln, natürlichen Sprüngen, steilen Abfahrten, halt alles was zu einem Freeride gehört. Die ideale Abwechslung zum Rennstress, einfach nur die Natur erleben, ohne die Zeit im Nacken zu haben, mit dem Bike spielen, das Mountainbiken einfach erleben, das Rad laufen lassen und Spass haben. Mit einem Downhillboliden wird das ganze aber auf die Dauer zu einer Tortur, also hoben wir uns die Sahnetrails fur Sonntag auf und fuhren zurück zu Falco zogen uns andere Sachen an und fuhren an den Timmendorfer Strand, wo wir erst mal in die Fluten sprangen um uns abzukühlen. Später trafen wir uns wieder um lecker zu grillen und Wodka/Eistee zu trinken.
Am nächsten Morgen ging es dann mit einem ziemlichen Kater zum Bikercross. Eine tolle Strecke, im oberen Teil mit Anliegern und Kurven, ein bisschen treten, Anlieger treffen und den Triple gesprungen. Erst einmal eingefahren und die Sprünge abgecheckt, lieferten wir uns heisse Duelle. Abends ging es nach viel Fun wieder zurück nach Krefeld.
Jens

Die unendlich lange Reise ins Muttental

Es war an einem wunderschönen Sonntag morgen, als um 7:45 Uhr der Wecker irgend einen Scheisshit aus dem Sommer dröhnte. lch denke nur, Fuck, das waren gestern doch ein paar Bier zu viel. Doch was solls, ab unter die Dusche und schnell gefrühstückt.
8:30 Uhr: Es klingelt, Beni (nein nicht der Beneke--wovon träumt ihr nachts?) steht Abflugfertig vor der Tür. lch packe noch schnell meine Sachen, finde aber die lange Sattelstütze nicht. Ach egal, muss auch so gehen. Also fahre ich mit den Knien im Gesicht zum Bahnhof, dort treffen wir noch Alex und seinen Cousin und kaufen alle zusammen unsere Tickets. Mit seltsamen Blicken von Reisenden verfolgt, gehen wir zum Bahnsteig.
9:50 Uhr: Der Zug kommt doch noch, er ist nicht entgleist, er hat nur Verspätung. Wir steigen ein und zeigen dem Schaffner brav unsere Trickets.
11:30 Uhr: In Dortmund angekomrnen haben wir 45 Minuten Aufenthalt. Die S-Bahn ist pünktlich und die weitere Fahrt nach Witten verläuft ohne Zwischenfälle.
12:45 Uhr: Witten Hauptbahnhof, die Glorreichen Vier sind ihrem Ziel schon ganz nah. Am Taxi Stand erkundigen wir uns nach dem Weg ins Muttental. Aber wer soll schon so viele rechts und links verstehen?!
13:45 Uhr: Endlich im Muttental angekommen. Wir ziehen unsere Sachen an und laufen los zum Start in der Pampa. Der erste Lauf ist zum Eingewöhnen, also links rechts Kombi dann Sprung, Bombenloch, wieder Sprung, noch mal links, rechts und dann in ein Bombenloch, das als Anlieger missbraucht wird. Dann wieder hoch und noch mal rocken.
14:30 Uhr: Joschi, Hacke und Thomas sind gekommen, zusammen shreddern wir bis zum Dunkel werden.
Die Rückfahrt sollte sich noch komplizierter gestalten, aber davon an anderer Stelle.
Jens

FRAKTUR Racing-Team

Ihr werdet unser Team, oder einzelne Fahrer, nächstes Jahr auf allen Multivan Rennen, beim Players Cup, Belgien Cup, beim 24 Stunden Rennen und beim Megavalanche treffen. Also könnt ihr uns immer näher treten und uns Tipps geben, damit wir immer besser werden und DAS Magazin für Downhiller bleiben.
Clovis Vallois (WatzUp)
Christoph Dollhausen (HT-Hitec)
Jens Schmalisch (Team T.K.)
Alexander Weitauer
Sebastian Bresser
Andreas Waldera (Radsport Mölls)
und
Anja Jerenko (Flower Power DH Team)
Sonja Granzow (Flower Power DH Team)

Jens und Christoph's World

Vielleicht würde der Multivan Cup besser laufen und vielleicht würde VW ganz heiß darauf sein die beste Sportart zu sponsoren, wenn der BDR nicht so viele Busse in den Arsch geschoben bekommen wollte. Also, gebt den Downhillern mehr Geld

Wir grüßen:
- Alle Leute, die kritische Leserbriefe an die Mountainbike Downhill schreiben.
- Die Leute vom Goldstein Team und alle anderen, mit denen man auf schlechten Partys gut feiern kann.
- Thomas R. mit den besten Videos.
- Alle die wir sonst noch kennen

Wir suchen:
- Sponsoren für den 2000 stattfindenden Ruhrpott Downhill Cup, den wir in Verbindung mit Mathew H. veranstalten werden.
- Sponsoren für unser Downhill Team.

Tipp: Springt niemals zu schnell in einen Skihang. Es kann wehtun!

- Wir sehen uns in Eifa, das wahrscheinlich im April stattfindet.
- Die Termine des Ruhrpott DH Cups erfahrt ihr über unsere Hotlines
- Schnallt euer Bike immer fest auf dem Heckträger. Sonst: Fragt Jens und Joschi...