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Punkrock auf dem Plattenteller - "Holy Racket" und "The Kleins"
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Frech, fetzig, rotzig, laut! Heute wollen wir euch zwei Bands vorstellen, die auf jeden Fall eure Aufmerksamkeit verdient haben: Während die aus Duisburg stammenden "The Kleins" mit dem Album "Pardon Me, Sir!" fetzigen Rock'n'Roll-Punkrock spielen, fühlt man sich bei den aus England kommenden "Holy Racket" und deren Album "Anthems For The Doomed & Dazed" in die Zeiten der legendären "Sex Pistols" zurückversetzt! Also Ohren auf!

Holy Racket - Anthems For The Doomed & Dazed
Sie sehen schon recht wüst aus! Irgendwie fühlt man sich beim Anblick von Holy Racket in die Zeiten der Sex Pistols zurückversetzt. Bassist Zat Lewis mit seinem Iro-Schnitt, der Becks trinkende Sänger Steve Straughan, Schlagzeuger Kev Bambra und Gitarrist Mick O'Brien. Ja, die Jungs sind schon was älter, aber gehen ab wie Sau! Tatsächlich erinnert der Sound an die legendären Sex Pistols. Hier wird Punkrock der alten Schule zelebriert, aber kein Stück angestaubt! Bereits der erste Song des Album "North Rebel Radio" lässt mächtig abpogen. Mit Songs wie "East Side Story" oder "Total Attack" werden die Wurzeln der Band in Richtung der Oldschool-Punker sehr schnell deutlich. Mitgröhlen? Jaaaa, auf jeden Fall! Wie wäre es da mit dem neunten Song des Albums, "Escapology". Wer auf abgefahrenen Streetpunk steht, muss in das Album "Anthems For The Doomed & Dazed" auf jeden Fall mal reinhören! 10 Tracks, die mächtig abgehen!
Anspieltipps: "North Rebel Radio", "Total Attack"
Label: Dambuster Records / Cargo Records

The Kleins - Pardon Me, Sir!
Dass man für guten Punkrock nicht unbedingt so weit in die Ferne schweifen muss, beweisen "The Kleins". "The Kleins" bestehen aus Daniel und Keith Klein, Haui Milautzki und dem Briten Mark Booth als Frontman der Band, der seit 2003 mit an Bord ist. Obwohl die Band aus Duisburg/Mönchengladbach bereits seit zehn Jahren besteht, kommt erst jetzt ihr erstes offizielles Longplayalbum auf den Markt. "Pardon Me, Sir!" präsentiert sich als heiße Scheibe mit geilem Rock'n'Roll-Punkrock, der ins Blut geht. Mit dem Opener "Dead Battery" schlagen die Kleins direkt den richtigen Ton an...jetzt gibt es kein zurück mehr, der Silberling wird so schnell den Player nicht mehr verlassen! Der Sound ist frech, rotzig und wird von Mark Booth dementsprechend rübergebracht. Doch die Kerle holen sich auch weibliche Unterstützung. Beim Track "Defeated" sorgt Jenny Fey für den weiblichen Part, nicht aber ohne Gesangstechnisch mächtig unterstützt werden. Das fetzt! Auch bei diesem Album können wir nur empfehlen, unbedingt mal reinzuhören.
Anspieltipps: "Defeated", "You Can't Break"
Label/Vertrieb: RilRec

Waldy
(11.09.2007)