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3 Minute Gaps - A Film by Clay Porter und John Lawlor - DVD Review
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Clay Porter - Ein Name, über den man wohl nicht mehr viele Worte verlieren muss! Mit Filmen wie "The Tipping Point" oder "Between The Tape" hat der junge Filmemacher bereits Akzente gesetzt. Im Gegensatz zu den üblichen Filmen dieser Branche leben die Filme von Clay Porter vom reinrassigen Downhill Rennsport. Hier steht der Sport an erster Stelle! Mit John Lawlor, den wir bereits im Interview hatten, gesellt sich ein 100% Downhiller und ebenfalls Filmemacher an seine Seite. Was dabei herauskommen ist, darf man mit "3 Minute Gaps" bewundern.

So verwundert es nicht, dass man mit dem neuen Streifen ebenfalls eine Dokumentation über Downhill Racing zu sehen bekommt. Wie so oft bedeutet das natürlich: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. So darf man, neben den Rennen, einige der Jungs auf ihren Homespots begleiten. Bei den sehr schönen Aufnahmen fragt man sich wirklich, ob das oben genannte Sprichwort wirklich noch stimmt, denn hier scheint die Vorbereitung der Spaß zu sein. Das ist natürlich nur der Eindruck, den Außenstehende bekommen, weil die Jagd nach der besten Zeit bedeutet Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit. Schlechte Bedingungen, Stürze und die Hoffnung - Porter und Lawlor haben diese Extreme der World Cup Serie und der Weltmeisterschaft in den Jahren 2009 und 2010 fantastisch in Szene gesetzt. Hier spielt der Downhill in einer anderen Liga und so verwundern die vertretenen Namen wie zum Beispiel Gee Atherton, Sam Blenkinsop oder Sam Hill natürlich nicht weiter. Die Einblendung von Statements einiger Fahrer zeichnet diese Dokumentation ebenfalls aus. Doch viel mehr als die Rennen begeistern uns die bereits genannten Fahrszenen abseits des hektischen Rennzirkus. Als herausragend darf man hier sicherlich die Fahrszenen von Andrew Neethling bezeichnen, der nicht nur für sich eine sehr gute Visitenkarte abgibt, sondern auch für sein Heimatland Süd Afrika. Eigentlich hatte unsereins nie das Bedürfnis Süd Afrika zu besuchen, aber diese Fahrszenen sind ein Traum! Der Kontrast mit der Slow Motion auf den staubigen Pisten ist einfach nur genial. Die Begeisterung für diese Sektion soll nicht bedeuten, dass die anderen Sektionen des Films weniger sehenswert wären! Brendan Fairclough zeigt, dass er nicht nur schnell ist, sondern auch (oder gerade) in der Luft der Herr im Hause ist - was man ja schon oft genug bei den Rennen gesehen hat. Anschließend gibt es bei The Compound ein Beispiel seiner Künste beim Dirt. Erstklassige Fahrszenen, erstklassige Location, erstklassige Kameraführung und erstklassigen Schnitt gibt es auch in der Filmsequenz mit Dan Atherton zu sehen - einfach nur erstklassig! Was natürlich nicht heißen soll, dass nur diese Sequenz erstklassig ist...aber seht einfach selber! Insgesamt bekommt man über 71 Minuten fesselnden Downhill Rennsport um die Ohren gehauen. Ein sehr kurzweiliger und sehenswerter Film, nicht nur für DH Fans!

Interessant ist auch die Wahl der Musik. Eigentlich würden wir uns die Musik von "3 Minute Gaps" als solche nie freiwillig anhören, aber in Verbindung mit den Fahrszenen zeigt sich auch hier die Klasse der Produzenten. Man mag es nicht glauben, aber es passt einfach! Übrigens gibt es diesmal bei dem Film auch einen deutschen Beitrag - zumindest fast. Die Schlußszene ist mit einer englischen Pop-Elektro-Abwandlung von Peter Schillings "Major Tom" unterlegt.

Bonus Material im herkömmlichen Sinne gibt es bei "3 Minute Gaps" nicht. Hier beschränkt man sich auf den Trailer des Films und die Einblendung der einzelnen Sektionen. Da wir bis jetzt bei den vielen Reviews interessantes als auch uninteressantes Bonus Material zu sehen bekamen, können wir auch gut ohne dieses Plus an Filmmaterial leben ;-)

Preis: 29,99 Euro

Mehr Infos und Trailer unter www.x-tremevideo.com

(aw / 22.08.2011)