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A-Crid: The A-Dentity - Elite: We Own The Mountains - CD Reviews
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A-Crid - The A-Dentity - EP Review
Letztens flatterte eine Neuerscheinung ins Haus, die uns dann doch sehr neugierig machte. A-Crid hieß die Band, der Titel der EP mit insgesamt sechs Songs lautete "The A-Dentity" und grob gesagt sollte es in Richtung Industrial Metal gehen. Geboten wird dann auch mehr oder weniger harter Metal mit synthetischen Parts, begleitet von einer männlichen und, als Gegenpart, einer weiblichen Stimme. Der erste Titel "The Letter" startet dann auch gut durch, der Sound gefällt und bei der instrumentalen Besetzung gibt es nichts zu meckern. Während der Sänger mit seiner rotzigen Stimme überzeugen kann, kommen mir bei der Sängerin Janett ein wenig Zweifel. Das soll jetzt keine direkte Kritik an der Gesangsdarbietung sein, allerdings scheint die Tonlage der Sängerin nicht so richtig zu liegen - es wirkt ein wenig monoton und temperamentlos - ein roter Faden, der sich leider über die gesamte EP zieht. Beim Hören der weiteren Songs der EP fällt auf, dass A-Crid trotz des hohen Engagements etwas mehr Mut zur Abwechslung zeigen sollte, da sich so zu schnell ein wenig Langeweile einstellt. Es fehlt mir persönlich ein wenig an Einfallsreichtum, wenn dieses behoben werden würde und Janett mehr Temperament in Ihre Stimme legen würde, wäre das schon ein großer Schritt! Die Produktion (eine Eigenproduktion!) ist sehr ordentlich und muss sich hinter anderen Produktionen nicht verstecken. Ein Band mit Potenzial, das beweist vor allem der erste Song, allerdings (noch) mit Schwächen! Musik ist bekanntlich immer Geschmackssache, daher am Besten selber mal abchecken! Da "The A-Dentity" ja "nur" eine EP ist, sind wir sehr auf den Longplayer gespannt, welcher sicherlich kommen wird.

Elite - We Own The Mountains
Das man auf bekannten Wegen wandeln kann, ohne dass diese Wege plattgetreten und langweilig wirken müssen, sondern im Gegenteil richtig Laune machen können, beweisen Elite mit dem Album "We Own The Mountains". Die Norweger offerieren Black Metal, nicht mehr, nicht weniger - das aber verdammt überzeugend! Mit Doublebass brettern die Jungs richtig drauf los, die messerscharfen Riffs schneiden sich regelrecht in das weiche Gehirn und die schönböse Stimme des Leadsängers Bent sorgt für ihr übriges, um den Zuhörer fertig zu machen. Elite zeigen sich als Könner des Fachs - auch wenn der Black Metal nicht neu erfunden wird - aber sollte oder muss er das denn? Nein, dafür geht diese Scheibe zu gut, selbst nach etlichen Hördurchgängen begeistert "We Own The Mountains" - mehr Beweis für eine sehr gute Arbeit muss es wohl nicht geben! Sicherlich trägt zu der düsteren Atmosphäre, welche Elite mit dem Album geschickt aufbaut, auch die Tatsache bei, dass das Album fast komplett in der Landessprache gehalten ist - sprich Norwegisch. Neben dem treibenden aber dennoch melodischen Sound sorgen schleppende fesselnde Passagen für Begeisterung - die Melodiewechsel, brutal und hart umgesetzt, sind mal richtig phatt! Das Outro "Odal" sorgt mit seichten Klängen für ein sanftes Erwachen aus dem Black Metal Traum. Auch wer weniger Risikobereit beim Kauf von CD's ist, bei "We Own The Mountains" kann der "gemeine" Black Metaller eigentlich nichts falsch machen! Übrigens ist "We Own The Mountains" die dritte Longplay Scheibe der Norweger - leider kennen wir die ersten beiden Scheiben nicht, um uns ein Bild über die Weiterentwicklung der Band zu machen. Die vierte Scheibe steht allerdings jetzt schon bei uns auf der ToDo-Liste ;-)

Waldy
(23.06.2009)