www.fraktur-magazin.de - FRAKTUR - Das Magazin - Spots, Trails und Rock'n'Roll

Scared To Death - Deathstruction - CD Review
www.fraktur-magazin.de

Die Wurzeln von "Scared To Death" stecken ganz, ganz tief in den achtziger Jahren. Nicht nur das wirklich gelungene Cover, sondern auch der musikalische Inhalt hätte genau so vor über 20 Jahren ganz locker auf dem Markt erscheinen können. "Scared To Death" huldigen ihren Vorbildern wie Exodus oder Overkill und bringen mit dem Album Deathstruction ihren ersten Longplayer auf den Markt, der sich ganz dem guten alten Trash widmet.

Bei "Scared To Death" handelt es sich um Kevin "Evil" Fischer, Ernst "Deathrash" Kramheller und Stefan "Spreadthefire" Bohmann. Damit hätte man auch direkt das Ursprungsland ermittelt, die Band stammt nämlich aus Deutschland, genauer gesagt aus dem Süden Deutschlands. Bis auf den letzten Titel wird dennoch komplett in Englisch gesungen, was für Trash-Metal eigentlich auch normal ist. Doch ganz wollen die Jungs nicht auf einen deutschen Beitrag verzichten und somit wird der Bonustrack "Deine Zeit" in der Heimatsprache vorgetragen. Der letzte Titel dieses Albums sondert sich sowieso ein wenig von den anderen Songs ab - doch dazu später mehr. Der erste Longplayer ist den Jungs auf jeden Fall ziemlich gelungen - der Zuhörer daheim darf sich auf schönen melodischen Trashmetal freuen, der ohne viel Geplänkel direkt auf den Punkt kommt. Mit rauer Stimme und fetzigem Gitarrensound geht es bei "Scared To Death" gut zur Sache. Auch wenn die Titelgebung vielleicht ein wenig unglücklich gewählt ist, weil einem beim Lesen der Trackliste das eine oder andere bekannt vorkommt, muss man nicht befürchten, dass zum Beispiel Crucifixion eine Nachahme des Oberhammers von Hellhammer ist - Scared To Death gehen hier ihren eigenen Weg (zum Glück - alles andere wäre auch zum Scheitern verurteilt gewesen). Die Songs gehen richtig gut, auch wenn natürlich noch nicht alles im grünen Bereich ist. Die Jungs verstehen auf jeden Fall ihr Handwerk, wovon man sich bei Songs wie das schon angesprochene "Crucifixion" oder "Paint The White House Black" selber überzeugen darf. Ein wenig aus dem Rahmen fällt wie gesagt der letzte Song, nicht dass er schlecht wäre, nein, im Gegenteil, aber man wird stellenweise schon stark an die Onkelz erinnert. Ein gutes Debüt, mit dem zweiten Album wünschen wir uns nur etwas mehr Entwicklung der Band in Richtung Eigenständigkeit.

Bandsite: www.scaredtodeath.de

Label: STF Records (www.stf-records.de)

Trackliste:
1. Holy War
2. Your Pain Is My Passion
3. Deathstruction
4. Extreme Aggression
5. His Last Words
6. Paint The White House Black
7. Exodus 21.24
8. The Sign
9. Dark Harvest
10. Crucifixion
11. Deine Zeit (Bonustrack)

Waldy
(09.02.2009)