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Wodensthrone - Loss - CD Review
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Die britische Geschichte...blutig und faszinierend zugleich. Wodensthrone widmen sich dieser Geschichte und bereits jetzt sollte klar sein, dass es sich wohl kaum um ein zartes Glockenspiel mit flüsternd hauchendem Gesang handeln wird. Mit den aus England stammenden Mannen namens Brunwulf, Rædwalh, Wildeþrýð, Gerádwine und Hréowsian taucht man in diese Geschichte ein, gewandet im finsteren Black Metal mit einem Hauch Viking.

Loss bedeutet sich fallen zu lassen und dem finsteren Geschehen erwartend entgegenzusehen. Nach dem ersten kompletten Durchlauf des Albums weicht die Erwartung dem Entgegenfiebern. Auffallend sind die schönen Melodiebögen, trotz aller Gewalt bleibt es melodisch, ohne an Dramatik und Finsternis einzubüßen. Einige Passagen des Albums muten schon fast episch an und entführen einen in eine andere Zeit. Die krächzende Stimme des Sängers erscheint anfangs gewöhnungsbedürftig, allerdings muss man auch hier sagen, dass diese perfekt zum gesamten Ambiente passt. Der Opener Fyrgenstréam mit dem seichten Einstieg baut eine Spannung auf, die sich bis zum Ende des Albums hält. Das Einfließen von traditionellen Klängen wie beim Song Heófungtid oder der sanfte Anfang zu "Upon These Stones" verleihen dem Album und der Band das gewisse Etwas. Das Album Loss präsentiert sich absolut fesselnd, auch nach mehreren Durchläufen erfreut man sich an immer wieder neu entdeckten Feinheiten. Zu erwähnen wäre eigentlich noch, dass es sich um das Debütalbum von Wodensthrone handelt - da wir aber nichts an diesem Album zu kritisieren haben, brauchen wir auch nichts zu verzeihen :-) Also unbedingt mal reinhören!

Wodensthrone bei MySpace: www.myspace.com/wodensthrone

Label: Bindrune Records

Trackliste:
1. Fyrgenstréam
2. Leódum On Lande
3. Heófungtid
4. Those That Crush The Roots Of Blood
5. Black Moss
6. Upon These Stones
7. Pillar Of The Sun
8. That Which Is Now Forgotten – 597

Waldy
(16.09.2009)