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Bloodspot - The Demon EP - CD Review
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"Fresh-to-Death & Easy-as-Hell" soll es hier zur Sache gehen. Da wurde bei uns natürlich nicht lange gefackelt und direkt die EP in den CD-Player verfrachtet. Der Name der Band war uns bis dato absolut unbekannt, aber meine Fresse, diesen Namen sollte man sich merken: Bloodspot! Die fünf Herren aus Hessen bringen mit ihrem Erstlingswerk "The Demon EP" ein über 21 minütiges Feuerwerk mit einer Mischung aus Death Metal, Trash Metal und Nu Metal!

Eigentlich ist dieses Schubladendenken ja total sickig - aber um etwas einzuordnen, so sind wir Deutschen ja nun mal, muss man ja alles betiteln - oder auch nicht. So richtig einfach lässt sich Bloodspot nämlich nicht einordnen. Man kann aber definitiv sagen, die Musik fetzt dir die Hautlappen von den Knochen und sorgt für eine wohlige Genickstarre. Da fliegt die Matte und wer sich die fragenden Gesichter der anderen Mitfahrer in der Bahn anschaut, wenn man mit dem Kopfhörer bewaffnet seinen Gefühlen freien Lauf lässt...aber okay, wenn die armen Kreaturen wüssten, was man gerade für eine geile Mucke um die Ohren bekommen haut. Die Produktion bei Bazement Studio in Strinz-Trinitatis hat sich auf jeden Fall bezahlt gemacht - der Lohn ist eine wirklich phatte Produktion, die sich nicht zu verstecken braucht. Alles andere wäre aber auch Verschwendung der Band und deren Energie gewesen. Der Sound geht mächtig ab, die Gitarrenriffs gehen durch Mark und Bein und der Gesang wechselt gekonnt von Gröhlparts in geile Screams. Die Jungs haben es echt drauf. Gerade in diesem Bereich des Metals, wo man wirklich mit Schrott überflutet wird, ist diese Scheibe ein wahre Offenbarung! Scheiß auf die Einordnung, es schwankt irgendwo in dem Bereich zwischen Death Metal, Trash Metal und Nu-Metal - und das in einem sehr überzeugendem Rahmen. Wirklich phatt! Die armen Nachbarn, bereits mit dem ersten Song "Far from Innocence" kann man den Lautstärkeregler der Anlage Richtung Maximum stellen und das bis zum Ende der EP beibehalten. Leider (für die Nachbarn zum Glück) ist das Inferno schon nach fünf Songs, sprich 21:30 Minuten, vorbei - aber es ist ja auch nur eine EP. An die Metalgemeinde eine Empfehlung, und das nicht zu knapp! Unbedingt mal reinhören!

Label/Vertrieb: FinestNoise/Radar

Infos zur Band: www.myspace.com/bloodspot

Waldy
(18.06.2010)