Werbung

www.fraktur-magazin.de - FRAKTUR - Das Magazin - Das Zweirad Lifestyle Magazin SE Bikes

Sycronomica - Sycroscope - CD Vorstellung
www.fraktur-magazin.de

Wenn man Metal und melodische Harmonie vor seinem geistigen Ohr unter einen Hut bringen soll, denkt man unweigerlich an Power Metal. Melodischer Black Metal mag bei vielen auf Unverständnis oder Argwohn stoßen, aber auch nur, weil diese Leute Bands wie Sycronomica nicht zu kennen scheinen. Anspruchsvoll, melodisch und doch mit allen Genen des Black Metals beschert - so präsentieren sich Sycronomica mit ihrem Album Sycroscope.

Gerne würden wir jetzt behaupten, dass es die brandheiße neue Scheibe von Sycronomica ist, die wir euch jetzt vorstellen werden, Releasedatum war aber bereits der 23.10.2009. Seit dieser Zeit hat sich der Silberling seinen festen Stammplatz bei uns im CD-Player gesichert, aber auch wir leiden unter extremen Stress und Zeitnöten - ihr seid da nicht ganz unschuldig daran, liebe werte Leserschaft! Nachdem ihr euch jetzt die Tränen des Mitleids mit einem Taschentuch von euren zarten behaarten Wangen gewischt habt (was ja nicht nur auf die Männer zutreffen muss), einigen wir uns darauf, dass es sich um die neueste Scheibe von Sycronomica handelt. Wir bilden damit rezensionstechnisch die Nachhut - wer das Album nicht kennt sollte auf jeden Fall ein Ohr und Auge riskieren, die anderen werden unsere Begeisterung für das Album Sycroscope bestätigen. Doch genug geschwafelt, legen wir los! Natürlich startet Sycronomica mit einem Intro, welcher wie ein geheimnisvoller Nebel den bis dahin nicht sichbaren musikalischen Boden bedeckt. Langsam lichtet sich der Nebel, die Anspannung steigt ins Unermessliche, Sycronomica baut eine unglaubliche Spannung auf und wie auf einem Kriegsschauplatz vor einer Schlacht stimmen sich die Instrumente für die Schlacht ein, bevor explosionsartig das verherrende Inferno entfacht wird. Das Drumming sitzt punktgenau wie die Nadel beim Tätowierer, der süße Schmerz beißt sich in deinem Gehirn fest, die energiegeladenen Riffs und die bösen Screams geben dir den Rest und machen dich fertig! Daran ändert sich übrigens auch im weiteren Verlauf des ganzen Albums nichts. Erstaunlich ist die Vielfältigkeit und der Wandel in den Songs, Sycronomica tritt damit den Beweis an, dass energiegeladener Black Metal weder an fehlender Melodie leiden muss noch pures stumpfes Gedrosche und unverständliches Gebrülle sein muss. Man beißt sich nicht innerhalb eines Songs an einem Refrain fest, sondern es wird anspruchsvoller und abwechslungsreicher Metal geboten, den man in dieser Güte definitiv zur Königsklasse zählen darf. Von der überragenden Blutstimme bis zu den episch angehauchten Parts, Opernstimme inklusive, Sycroscope ist vom Arrangement eine der besten Black Metal Scheiben, die ich bis dato gehört habe. Die genialen Übergänge zwischen den ersten Tracks wirken wie die Aneinanderreihung von Kapiteln. Das infernale Unheil nimmt direkt nach dem Intro mit Kaleidoscope seinen Lauf und endet erst mit dem Song "Geleit ins Moor", einer erstklassigen Kombination von atmosphärisch tragenden und episch angehauchten Parts.

Sycronomica kann man nicht beschreiben, man muss sie erleben, man muss sie hören! Das könnt ihr akustisch unter www.myspace.com/sycronomica, akustisch und optisch bei ihren Auftritten - die Band ist zur Zeit auf Tour, also unbedingt mal die Termine abchecken!

Trackliste:
1. Preludium III
2. Kaleidoscope
3. Realm Of Dust And Ashes
4. The Call
5. An der Schwelle
6. Nebelgestalt
7. Embers
8. Ground On Fire
9. Geleit ins Moor

Label/Vertrieb: Silverwolf Productions/Intergroove

Offizielle Bandsite: www.sycronomica.de

Waldy
(09.04.2010)