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Asgaia - Trinegra - CD Review
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Thüringen! Unsereins verbindet direkt zwei Dinge mit diesem Bundesland: Geniale Abfahrtspisten und harte Mucke - so denke man nur mal beispielsweise an Ilmenau oder Eisregen. Thüringen scheint in der Tat die Geburtsstätte harter guter Musik zu sein. Ende März ist das dritte Album von Asgaia erschienen und bestätigt unser Schubladendenken: Ja, die Thüringer haben's drauf!

Auf gar keinen Fall sollte man allerdings den Fehler begehen, die musikalische Vielfalt der Thüringer Bands in einen Topf zu schmeißen. Asgaia bewegen sich hauptsächlich im Bereich des Dark Metals, streifen aber auch den Bereich des Death Metals, wobei die Thüringer ziemlich melodisch agieren. Es handelt sich also nicht um das so oft gefürchtete sinnfreie Geknüppel einiger Death Metal Bands, die hart irgendwie anders interpretieren als unsereins. Nach Angaben des Labels handelt es sich um das härteste Album der Band Asgaia, was wir nicht bestätigen können, weil wir die Vorgängeralben nicht kennen - der harte Sound mit den rauen Vocals weiß aber in der Tat zu begeistern. Die Crowls verpassen dem wutentbrannten Szenario die Schärfe, die Riffs, das unterstützende Keyboard und nicht zuletzt der Mann am Schlagzeug, der um sein Leben auf das Instrument eindrischt, lassen keine Fragen offen. Das Album Trinegra zeigt sich dennoch erstaunlich vielschichtig und abwechslungsreich und die Band untermauert den guten Eindruck durch cleane und episch anmutende Passagen. Die fünf Thüringer verpacken in diesem Werk neben viel Aggressionen und Wut auch Schmerz und Trauer. Ein ordentliches Album mit viel Emotionen und Hingabe. Auch wenn mir persönlich ein Hörwurm auf dem Album fehlt, kann man das Album dennoch als Hörtipp empfehlen. Also unbedingt mal die MySpace Seite der Thüringer unter www.myspace.com/asgaia abchecken!

Label: STF Records

Trackliste:
01. Sexual Magic
02. Right Path Into Doom
03. Cold Winterday
04. Unseen Attack
05. The Void
06. Disappearing I
07. Downfall Of Land
08. Temple Of Life
09. The Eyes That Do Not See
10. Outro
11. Locrian Time Of Arrival

(aw / 27.04.2011)