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Ivan Ivanovich & The Kreml Krauts - Peregar - CD Review
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So kocht man russisch: Man nehme einen bärtigen, stämmigen Russen mit einer dreckigen Stimme und Lache, dazu gebe man eine gehörige Portion Kreml Krauts mit Akkordeon, Horn, Gitarre, Bass, Geige und Schlagzeug. Gewürzt wird mit einer Menge guter Laune - und fertig ist eine defige Hauptmahlzeit aus Punk, Ska und einem großen Happen Russland. Was Ivan Ivanovich & The Kreml Krauts uns hier kredenzen, ist ganz großes Kino und für uns die Überraschung schlechthin!

Russischer als der Name des Sängers kann es wohl kaum werden, die Benennung "The Kreml Krauts" ist an Originalität kaum zu überbieten und russischer kann ein Album wohl kaum klingen. Das Album Peregar wurde zugebenerweise von uns erstmal mit sehr skeptischen Blicken bedacht. Mit Russland haben wir - ehrlich gesagt - so gar nix an der Mütze. Wenn unsereins dem Alkohol frönt, dann Irish Stout und nicht Wodka. Russisch - eine Sprache, die wir weder verstehen noch beherrschen, schlimmer noch, selbst Liebesgeflüster hört sich in unseren Ohren nach einer Bedrohung an. Buchstaben, die wir nicht entschlüsseln können, tragen auch nicht gerade zu einer besseren Verständigung bei. Ska?! Auch diese Musikrichtung ist, bis auf Ausnahmen, nicht wirklich unser Dingen. Schon vorab war damit fast klar: Das kann ja nix werden! Flux die Scheibe der aus Trier stammenden Band in den Player geworfen und dann... wie geil ist das denn?! Das Album Peregar haut uns regelrecht aus den Socken! Die Songs gehen mal richtig gut, sind eine Mischung aus Folk, Punk und Ska und hören sich mächtig nach Russland an. Die Stimme, dreckig, ausgewaschen, irgendwie versoffen klingend und so passend und geil, die harte Aussprache, mal in russisch, mal in deutsch - und immer mit dem prägnanten rollenden Rrrrr. Tatkräftig und nicht weniger nennenswert wird Ivan von den Kreml Krauts unterstützt, dabei kann wirklich kein Bein am Boden bleiben. Das ist Musik zum Feiern und Spaß haben, dabei darf an der einen oder anderen Stelle mächtig mitgegröhlt werden. Wenn das Album schon so abgeht, wie muss die Band erst in live sein? Die Produktion der Scheibe kann sich ebenfalls sehen lassen, das Album klingt druckvoll und klar. Artwork und das Booklet in Form eines Posters mit den Songtexten (mit der deutschen Übersetzung) können ebenfalls voll punkten. Mit dem Album scheinen Ivan Ivanovich & The Kreml Krauts ganz weit weg vom vierten Hartz zu sein! Das Album erscheint übrigens am 04.03.2011. Unbedingt mal reinhören und mitfeiern!

Label / Vertrieb: Sumo Rex / Broken Silence

Infos zur Band unter www.kreml-krauts.de

(aw / 16.02.2011)