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Jenny Hooker, Changó, Inner Sanctum und Behind Closed Doors
Waldy's Ohrkneifer - www.fraktur-magazin.de

Diesmal auf dem Plattenteller:
Jenny Hooker - Hooker Rock
Chango - Schneeblind
Inner Sanctum - Wake Of Destruction
Behind Closed Doors - Behind Closed Doors

Jenny Hooker - Hooker Rock
Ein heißes Girl mit einem Meerschweinchen vor ihrem Pförtchen ziert breitbeinig das Cover. Der erste Gedanke: Okay, sollte es mit der Musik nichts werden, können wir uns das Album wenigstens an die Wand nageln. Sex sales... aber das hat die Band, ohne weibliches Mitglied übrigens, gar nicht nötig. Da rotzt uns doch mächtig dreckiger US-amerikanisch angehauchter Rock aus dem Lautsprecher entgegen und bereits der erste Song "My Band Suxxx" (lassen wir mal das Intro außen vor) zeigt, wohin die Reise geht: Fetter Sound, der in der Hirse hämmert, dass einem Hören und Sehen vergeht. Zwar kann nicht alles auf dem Album überzeugen, doch die geilen Tracks überwiegen und sind dabei auch noch richtig, richtig gut! Unbedingt mal unter www.jennyhooker.de abchecken - Um es mit den Worten der Band zu sagen: Jenny Hooker suxxx!
(Label/Vertrieb: Broken Valve Music)

Changó - Schneeblind
Was fällt uns zu Österreich ein? Nette Menschen, coole Bikeparks, die fantastische Landschaft und natürlich der geniale Falco. Aus diesem schönen Land stammt auch Changó, die mit ihrem Album "Schneeblind" zeigen, dass unsere smarten Nachbarn es auch gar dreckig und schmutzig können, was wir hier natürlich auf die Musik beziehen. So richtig einordnen können wir den Stil des gesamten Albums nicht. Wir würden die Arbeit der Österreicher grob zwischen den frühen H-Blockx und Grauzone einordnen, wobei Changó es letztendlich immer auf den Punkt bringt: Rock, der fetzt und irgendwie ist von allem etwas dabei! Was den besonderen Charme der Band ausmacht, ist natürlich der deutsche Text mit dem österreichischen Akzent. Coole Sache, das passt sogar richtig gut, es muss ja nicht immer alles in Englisch sein!
(Label/Vertrieb: office4music/alphamusic)

Inner Sanctum - Wake Of Destruction
Keine Zeit zu verlieren haben die Mitglieder von Inner Sanctum. Kaum hat die aus Indien stammende Death-/Trash Metalband ihr Album "Wake Of Destruction" fertig gestellt, stehen auch schon die ersten Auftritte an. Die Zeit war bzw. ist so knapp, dass uns zum Redaktionsschluss leider noch nicht das aktuelle Album vorlag (VÖ 31.05.!). Grund genug, dass ihr die Band selber abcheckt! Möglich ist das an folgenden Terminen: 08.06. Chronical Moshers Reichenbach / 12.06. Nachtleben Frankfurt / 14.06. Soundcafe München / 15.06. Ragnarock Open Air Warm Up Marburg / 16.06. Bambi Galore Hamburg / 18.06. MTC Köln / 19.06. Klangstation Bonn und last but not least beim Metalfestival Poland mit Gruppen wie Accept, Satyricon, Volbeat, Sodom und Hatebreed...na, wenn das mal kein Grund ist die Hufe zu schwingen!
(Label/Vertrieb: FinestNoise/Radar)

Behind Closed Doors - Behind Closed Doors
Den Schluss dieses Ohrkneifers bildet das Metal-Trio "Behind Closed Doors". Wir haben uns diese Band extra für den Schluss aufgehoben, weil hier alles anders ist als sonst üblich. Erstmal handelt es sich um eine rein instrumentale Band, auf Vocals wird also komplett verzichtet. Dass Metal dieser Art dennoch oder gerade deswegen sehr abwechslungsreich sein kann, beweist "Behind Closed Doors" mit dem gleichnamigen Album. Gelernt ist gelernt (Ausbildung und Studium) möchte man sagen, die instrumentale Besetzung ist wirklich sehr gut. Kredenzt wird uns progressiver Metal mit mächtig Power, vielen Stilbrüchen und Überraschungen, Langeweile ist ausgeschlossen. So gut und wackelfrei das Ganze auch umgesetzt ist, letztendlich vermissen wir nach längerem Hören persönlich dann aber doch die Vocals.
(Label/Vertrieb: FinestNoise/Radar)

Waldy
(20.05.2013)