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Pirate Neo und Pit - Zornige Handschuhe im Test
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Man nehme einige Biker, Paintballer und BMXer, verpasse ihnen ein schwarzes Outfit mit Totenkopfaufdruck und lasse sie bei allen erdenklichen Wettkämpfen und Events auf die Bikewelt los. Aber nicht nur die Bikewelt ist zum Entern freigegeben, auch andere Sportarten stehen auf dem Plan der ehrgeizigen Piraten. Bei soviel Hingabe zum Sport und mit einer eigenen Produktlinie, welche bei Schlammschlachten, Parties, Paintball und harten Wettkämpfen erbarmungslos eingesetzt wird, wollten wir wissen, ob die Pirate Produkte nicht nur zornig aussehen, sondern es auch wirklich sind. Eines der am meist geschundenen Bekleidungsstücke eines Bikers sind ohne Zweifel die Handschuhe. Und die Ansprüche an Handschuhe sind immens. Guter Schutz, guter Sitz, Feinfühligkeit, gute Optik, manchmal sollen sie warm halten, manchmal wiederum nicht, und natürlich müssen sie stabil und langlebig sein. Sehr viele Wünsche auf einmal. Wünsche, die schwer zu erfüllen sind. Dagegen sind die Kriterien an das Ü-Ei geradezu bescheiden. Wir haben uns für zwei verschiedene Vertreter von Pirate entschieden. Neo und Pit.

Pirate Neo
Bei Neo handelt es sich um einen Neoprenhandschuh ohne viel Geschnörkel. Der Handschuh fällt relativ groß aus, weshalb man fast geneigt ist, diesen Handschuh eine Nummer kleiner zu nehmen. Wir haben den Neo im Winter zu schätzen gelernt, wo handelsübliche MX-Handschuhe unsere Hände zu Eisklumpen werden ließen. Der Neo erwies sich als äußerst stabil. Die Innenhand des Neo besteht allerdings nicht aus Neopren, sondern aus Amara, einem Kunstleder. Amara hat den Vorteil, daß dieses Material immer weich und geschmeidig bleibt. Die Verstärkungen im Bereich des Daumens und der Handfläche entpuppten sich als äußerst wirkungsvoll. Lediglich das Erkennungszeichen, der Totenkopfaufdruck auf dem Handrücken, leidet mit der Zeit etwas. Gut gefallen hat uns der Einsatz von Frottee am Daumen, um während der Fahrt mal eben über die Brille oder die Stirn zu wischen.

Preis: 25 Euro
Größen : von XS bis XXL

Fazit: Der ideale Handschuh für die Übergangszeit. Wärmt, ist stabil und bietet guten Grip bei einer allerdings nicht umwerfenden Optik

Pirate Pit
Der zweite Handschuh im Test ist der Pit, ein typischer MX-Handschuh. Der aufgenähte Schutz in Form eines Totenkopfes auf dem Handrücken und die für den Schutz der Finger aufgenähten Knochen, schützen nicht nur, sie sehen auch sehr zornig aus. Auch der Pit glänzt mit dem Einsatz von Frottee am Daumen. Der Handschuh sitzt ziemlich gut, auch wenn er von der Länge her recht kurz geraten ist und gerade mal etwas über den Handballen reicht. Wie beim Neo ist die Innenhand ebenfalls aus dem pflegeleichten Amara. Die Belastbarkeit des Handschuhs im Bereich der Finger und Handflächen ist recht hoch. Hier konnten wir keinen Makel, auch nicht nach intensivem Gebrauch, feststellen.

Dennoch enttäuschte uns der Handschuh in Punkto Stabilität. Leider lösten sich bei einem der Handschuhe die Nähte im Bereich des Handballens an der Stelle, an der kräftig gezogen wird, um sich den Handschuh überzustülpen.

Preis: 30 Euro
Größen : von XS bis XXL

Fazit: Leider nicht ganz so zornig wie er aussieht

Mehr Infos unter: www.pirate.biz

Waldy
(24.03.2005)