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HJC SY-MAX III - Der Klapphelm der dritten Generation
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Sei es im Stau stehend, an der Tanke den Bock tränkend oder mal eben in den Shop seines Vertrauens rennend, ein Klapphelm kann schon etwas wunderbar praktisches sein. Ohne mühseliges An- und Ausziehen begeistern Klapphelme durch ihre unkomplizierte Art.
Mit dem SY-MAX III geht der Helmhersteller HJC, der seinen 40. Geburtstag feiert, bereits in die dritte Runde des beliebten Klapphelms. Der HJC SY-MAX III bietet viele Features, auf die wir sehr gespannt waren!



Für den Test lag uns die Fiberglasmurmel in der Farbe Silber vor. Im Handel sind weitere Farben wie Mattschwarz, Schwarz, Perlweiß, Anthrazit, Fluo-Gelb und Schwarz-Dekor erhältlich. Krass ist der SY-MAX III mit der Lackierung Fluo-Gelb - also wer da noch übersehen wird... Die Größen reichen von XS (53-54) bis XXL (63-64). Erwähnt werden sollte allerdings noch, dass das Kinnteil des Helmes aus Polycarbonat besteht. Der Helm wiegt in der Größe M (57-58) knapp 1620 Gramm. Ein Wert, der sich durchaus sehen lassen kann.

Der Helm bzw. das Visier ist Pinlock geeignet. So gehört zum Lieferumfang, neben dem Helm und einem Helmsack, eine klare beschlagfreie Pinlock Scheibe, die bei Bedarf eingesetzt werden kann. Ausgestattet ist der Helm serienmäßig unter anderem mit einer integrierten Sonnenblende und einem Antifog-Visier. Das Sichtfeld ist auch bei geschlossenem Helm großzügig bemessen und das Visier zeigt keinerlei Verzerrungen. Das Visier ist in sieben Stellungen rastbar und schließt gut und bündig ab. Mittels eines kleinen Griffs am Visier kann die Scheibe unkompliziert in die gewünschte Stellung gebracht werden.



Der HJC SY-MAX III zeigt sich nicht nur von den Features sehr modern, auch seine hochwertige und ansprechende Optik ist alles andere als bieder. Der erste Aha-Effekt ereilte uns beim Überstülpen des Helmes - der SY-MAX III sitzt wie angegossen. Dieser Eindruck wird beim Fahren, auch bei höheren Geschwindigkeiten, bestätigt. Bei höheren Geschwindigkeiten spielt zusätzlich natürlich auch die Aerodynamik eine große Rolle. Der Helm verhält sich sehr neutral bei höheren Geschwindigkeiten. Die Windgeräusche sind zwar nicht laut, dürften unserer Meinung nach allerdings ruhig noch etwas dezenter ausfallen.

Die Geräuschkulisse kann man als gut bezeichnen und stellt sich als guter Kompromiss aus Wahrnehmung der Außenwelt und Hörkomfort dar. Der Windschutz am Kinnteil kann je nach Bedarf entfernt oder eingesetzt werden, die Handhabung ist aber ein wenig friemelig. Mit Vollgas auf der Bahn geht es gesittet zur nächsten Tanke. Das mühselige Ausziehen des Helmes bleibt dem Biker beim SY-MAX III erspart. So schön praktisch kann ein Klapphelm sein! Der Helm ist mit nur einem Handgriff aufgeklappt!





Wichtig ist, dass der Hebel nach vorne gezogen werden muss - ansonsten lässt sich das Kinnteil nicht nach oben bewegen. Durch den einfach zu bedienenden großen Hebel ein Kinderspiel - auch mit Handschuhen. Der Klappmechanismus mit der Ein-Hand-Bedienung kann begeistern und der Helm rastet in der obersten Einstellung ein, womit das Kinnteil fixiert wird. In der untersten Stellung rastet das Kinnteil sicher ein und lässt sich nur durch ein erneutes Ziehen(!) am Hebel wieder aufklappen - ein unbeabsichtiges Aufklappen wird somit vermieden.

Die Fixierung des Kinnteils im geschlossenen Zustand zeigt kein Spiel, auch wenn das Kinnteil bei hohem Druck in sich etwas arbeitet. Bei hohem einseitigen Druck von unten haben wir es geschafft, die Fixierung einseitig zu lösen. Wie weit das jetzt der Realität bei einem Crash entspricht lassen wir mal im Raume stehen, da man beim Crash dann doch meist eher frontal "einschlägt". Natürlich erfüllt der Helm die ECE 22/05 Norm. Das Thema Klapphelm vs. Integralhelm wird in diversen Foren kontrovers diskutiert. Ein Integralhelm mit seinem festen Kinnteil bietet in unseren Augen sicherlich das Maximum an Sicherheit.



Eine schöne Lösung ist die integrierte Sonnenblende. Die Bedienung der Sonnenblende geschieht über einen großen Schieberegler außen am Hinterkopf - ebenfalls eine Ein-Hand-Bedienung. Dieser Regler lässt sich ebenfalls durch seine Größe gut mit Handschuhen bedienen. Die Sonnenblende bietet drei verschiedene Stellungen an - eine weitere Zwischenstufe im oberen Bereich wäre das Optimum. Durch einen Druck auf den Knopf am oberen Ende des Schiebereglers - ebenfalls bequem mit dem Handschuh bedienbar - verschwindet die Sonnenblende wieder. Der Mechanik arbeitet hörbar.

Damit man nicht den Hitzetod im Helm erleidet, bieten sich verschließbare Belüftungskanäle an. Diese finden sich im Kinnteil und oberhalb des Stirnbereichs. Da wir den Helm, bedingt durch die Jahreszeit, nur bei sehr kühlen Temperaturen im Einsatz hatten, können wir leider zur Wärmeentwicklung im Sommer keine Aussage treffen, dafür aber über die Beschlagfreiheit des Helmes. Temperaturen um den Gefrierpunkt bei Schritt-Tempo in der Stadt sind der Graus für alle Visiere. Die Beschlagfreiheit des Visiers ist grandios und verdient ein sehr gut!



Ein großer Unterschied zum Vorgängermodell des Helmes zeigt sich mit der Bluetooth-Einbauvorrichtung für die ChatterBox Xbi2-Intercom-Anlage. Ein Beweis dafür, wie sehr sich die Helme moderner Technologie anpassen müssen. Die antibakterielle Silver Cool Polsterung ist herausnehmbar und waschbar. Ein großes Problem stellt oft das Tragen einer Brille dar. Auch hier zeigte sich uns der SY-MAX III vorbildlich. Das Tragen einer Brille bereitet keinerlei Probleme und das Kinnteil lässt sich trotz der Brille bequem aufklappen.

Die Verarbeitung des Helmes ist sehr gut, auch die Kanten sind sauber verarbeitet. Die Lackierung sieht nicht nur gut aus, sondern zeigt sich ebenfalls qualitativ hochwertig. Für den HJC SY-MAX III muss der Käufer knapp 300 Schleifen auf den Tisch legen, dafür bekommt man einen sehr guten Klapphelm, der nur wenig Raum für Kritik lässt.

Größen: XS bis XXL
Farben: Silber, Mattschwarz, Schwarz, Perlweiß, Anthrazit, Fluo-Gelb und Schwarz-Dekor
Preis: Ab 299,90 Euro

Hersteller: www.hjchelmets.com

(aw / 09.12.2011)