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SW-MOTECH BAGS-CONNECTION Tankrucksack Enduro - Test
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Wir hatten es natürlich mal wieder eilig. Flieger Peter hatte uns gerufen! Als Treffpunkt war zwei Stunden später der Flugplatz in Rheine ausgemacht. Die für diese Tour notwendigen Utensilien wie die Kamera und die Regenbekleidung wurden im neuen Tankrucksack verstaut. Mit dem völlig jungfräulichen Tankrucksack standen wir nun vor dem Motorrad - die Erstmontage war angesagt und wir hatten doch keine Zeit! Verzögerungen konnten wir uns jetzt nicht mehr leisten - und dann noch die Montage eines neuen Tankrucksacks! Vorweg dürfen wir bereits jetzt verraten, dass wir die Verabredung einhalten konnten. Nicht nur der Bock lief wie am Schnürchen, sondern auch die Montage des Tankrucksacks verlief schnell und unkompliziert.

Tankrucksäcke lassen sich grob in drei Bereiche unterteilen: Solche mit einem Schnellverschluss wie dem Quick-Lock von SW-MOTECH, dann die Magnet-Tankrucksäcke und letztendlich die Riemen-Tankrucksäcke. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass sich die letzten beiden Bereiche natürlich auch überschneiden können! Der aufsteigende und kurze Tank bei den Enduros lässt die Auswahl an Tankrucksäcken leider sehr übersichtlich werden. Bei dem SW-MOTECH BAGS-CONNECTION Tankrucksack Enduro handelt es sich um einen Universal-Tankrucksack für Enduros, der sich ausschließlich mit Riemen befestigen lässt. Die Montage des Tankrucksacks mit den drei mitgelieferten Riemen gestaltet sich denkbar einfach.



Um den Rahmen geschwungen und festgezurrt bleibt der Tankrucksack auch bei ruppiger Fahrt und harten Bremsmanövern dort, wo er hingehört, nämlich auf dem Tank! Für freiliegende Rahmenrohre liegen zwei Riemen mit Kunststoffklammern bei. Sehr praktisch ist, dass der Tankrucksack auf einer Basisplatte sitzt, welcher eigentlich mit den Riemen verbunden ist. Der Rucksack sitzt als Aufbau, gehalten durch einen großzahnigen Reißverschluss, auf der Basisplatte. Der Tankrucksack kann somit in sekundenschnelle und unkompliziert vom Bock gelöst werden - somit entfällt die Montage bzw. Demontage, wenn man auf Tour ist. Der bequeme Tragegriff sorgt dafür, dass man den Tankrucksack abseits des Motorradfahrens mitführen kann.

Wichtig bei der Montage ist, dass die Lenkfreiheit völlig gegeben ist. Ein sehr wichtiger Punkt, der unbedingt berücksichtigt werden muss! Wir hatten diesbezüglich keine Probleme, wobei der vorderen Kunststoffklemmung besondere Aufmerksamkeit zu schenken ist! Während der Fahrt zeigt sich der Tankrucksack absolut unaufffällig und schränkt die Bewegungsfreiheit beim Enduro-Reisen nicht ein. Die untere Seite der Basisplatte ist gummiert, um ein Verrutschen zu verhindern. Mitgeliefert wird eine Schutzfolie für den Tank, damit dieser nicht verkratzt. Auf die Verwendung von Metallklemmen und Metallklammern wurde vollständig verzichtet, was unsere Lackierung (und uns) natürlich besonders erfreut. Wir konnten nach dem Test keine vom Tankrucksack verursachten Kratz- und Scheuerspuren feststellen.



Der Tankrucksack besteht aus Nylon und bietet 15 Liter Stauraum, der sich bequem per Reißverschluss auf 22 Liter erweitern lässt. Der Tankrucksack ist etwa 32 cm lang und variiert in der Breite von etwa 18 bis 22 cm. Mit dem Volumen von 15 Litern ist der Enduro Tankrucksack vorne (zum Lenker gerichtet) etwa 13 cm und hinten (zum Fahrer gerichtet) etwa 23 cm hoch. Der Boden des Tankrucksacks ist soft und gibt der Rundung des Tanks bzw. der Bodenplatte nach. Die Seiten des Tankrucksacks sind dagegen steif, womit ein Flattern verhindert wird. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 130 km/h angegeben - wir hatten aber auch bei höheren Geschwindigkeiten keine Probleme. Ihr wisst ja, wir hatten keine Zeit!

Auf dem Deckel des Tankrucksacks findet sich ein durchsichtiges Kartenfach, welches herkömmliche Karten oder Blätter im Format DIN A5 aufnimmt - DIN A4 Karten und Blätter sind allerdings schon zu groß! Die Länge des Kartenfachs beträgt etwa 29 cm, die Breite varriert von 14 bis 17 cm. Der seitliche Reißverschluss des Kartenfachs hat eine Länge von etwa 25 cm. Der Reißverschluss für das Hauptfach ist zweiteilig und kann mit einem kleinen Schloss gesichert werden, damit sich nicht die Finger von Langfingern im Rucksack verirren. Sicherer ist es natürlich noch, den Tankrucksack direkt mitzunehmen - wie gesagt durch die Basisplatte kein Problem!



Außerhalb des Tankrucksacks sind drei Verstaufächer angebracht, die ebenfalls mit einem Reißverschluss verschlossen werden. Jeweils seitlich befindet sich ein Verstaufach, das dritte kleinere Verstaufach ist zum Fahrer gerichtet. Somit kann man kleinere Gegenstände wie die Papiere, die Brille oder das Handy bequem und schnell griffbereit unterbringen. Im Innern des Hauptfachs ist leider kein separates Innenfach oder eine Abtrennung vorhanden. So wäre ein unter dem Deckel angebrachtes Netz eine schöne Sache gewesen. Die Verarbeitung des Tankrucksacks macht einen sehr guten und qualitativ hochwertigen Eindruck.

Leider ist der Tankrucksack - auch das Kartenfach - von Haus aus nicht wasserdicht. Bei Regenfahrten muss man somit für eine trockene Unterbringung der im Rucksack befindlichen Sachen sorgen. Mitgeliefert wird ein Inner-Bag mit verschweißten Nähten, welches bereits gut das Wasser fern hält. SW-MOTECH bietet allerdings auch einen speziellen wasserdichten Innenbeutel an. Schön wäre natürlich ein Regencover für den kompletten Rucksack. Mit einem Preis von 79,95 Euro erhält man mit dem SW-MOTECH BAGS-CONNECTION Tankrucksack Enduro einen guten und qualitativ hochwertigen universell passenden Rucksack für die ausgedehnte Tagestour.

Preis: 79,95 Euro

Hersteller: www.bags-connection.com

(aw / 14.09.2011)