www.fraktur-magazin.de - FRAKTUR - Das Magazin - Spots, Trails und Rock'n'Roll

Schwäbische Alb - Bad Urach - Die Heimat des Bremsenspezialisten Magura - www.fraktur-magazin.de

Bad Urach ist vielen Bikern bekannter als diese vielleicht vermuten würden. Grund hierfür ist der aus Bad Urach stammende Bremsenspezialist Magura. Wer einmal in Bad Urach war, wird verstehen, weshalb Magura auf die Idee gekommen ist, erstklassige Bremsen für das Mountainbike zu entwickeln. Eine wunderschöne Altstadt, umringt von herrlichen Bergen und naheliegenden Burgruinen, machen diese Stadt zu einem Urlaubsziel nicht nur für Biker. Wir haben das Bad Uracher Umland für euch abgecheckt. Etappenziel war neben den Burgruinen Hohen Urach und Hohenneuffen, der Uracher Wasserfall. Dabei kamen alle erdenklichen Arten von Trails unter unsere Stollen. Von rasanten Abfahrten auf Hauptverkehrsstraßen bin hin zum verwinkelten Trail.

Unsere Tour soll hier lediglich als Anreiz für eigene Touren dienen. Die Vielfalt des Bad Uracher Umlandes läßt genug Spielraum für Ideen, wie zum Beispiel ein Besuch der Burgruine Hohenwittlingen. Man sollte auf jeden Fall genug Zeit mitbringen, um die gewonnenen Eindrücke zu genießen. Wir hatten am Ende unserer Tour knapp 50 Kilometer mit 1350 Höhenmeter auf unserem Bikecomputer stehen. Ausgangspunkt unserer Tour war der Wanderparkplatz P19 "Schulmeistersbuche" an der Jugendherberge in Bad Urach. Von hier aus geht es bereits nach wenigen Metern bergauf zur Burgruine Hohen Urach. 230 Höhenmeter sind hier zu erklimmen. Ein Anstieg im Wald, der zunehmend steiler und steiniger wird. Der Anblick dieser ziemlich gut erhaltenen Burgruine läßt einen schnell den Kraftakt vergessen. Die Ruine ist frei zugänglich, selbst einige Kellerräume sind noch zu besichtigen. Der Ausblick auf Bad Urach und dem Uracher Wasserfall ist überwältigend. Dieser stand dann auch als nächstes Etappenziel auf dem Programm. Wie überall in der Schwäbischen Alb sind, dank der vielen Hinweisschilder, die Ziele schnell und einfach zu finden.

Auch der Uracher Wasserfall ist ein visuelles Highlight. 37 Meter stürzt sich der Brühlbach hier zu Tal, um im weiteren Verlauf beruhigt in die Erms zu fließen. Um zum Buckleter Kapf bei 732m ü. NN zu gelangen, mußten wir die Erms überqueren. Der Weg dorthin gestaltete sich phantastisch. Beginnend als ein breiter und steiler Waldweg, nimmt dieser Weg immer mehr Singletrailcharakter an. Am steilen Hang schlängelt man sich bis zum Aussichtspunkt Buckleter Kapf hoch. Wenn man diesen nach etwa 250 Höhenmeter erreicht hat, wird man mit einem herrlichen Ausblick auf Bad Urach und die Burgruine Hohen Urach verwöhnt. Richtung Mauchental fahrend passiert man den nächsten Aussichtspunkt Nägeles Felsen. Unspektakulär verläuft der weitere Weg nach Hülben. Von hier aus geht es über Straße zum Wanderparkplatz Kienbein Segelfluggelände. Über einen schönen steinigen Singletrail gelangt man zum nächsten Aussichtspunkt bei etwa 700m ü. NN. Wir folgten im weiteren Verlauf einem genialen Singletrail und vernichteten dabei etwa 60 Höhemeter. Von da an geht es auf breiten Forstwegen mächtig bergab. Die letzten Meter bis nach Neuffen und letzendlich dem Wanderparkplatz Hohenneuffen legten wir auf Straße zurück. Auf einem breiten Waldweg schraubt man sich zur Burgruine hoch. Fast 300 Höhenmeter sind bis zur Burgruine Hohenneuffen zu erklimmen. Auch diese Burgruine ist frei zu besichtigen. Selbst eine Gastronomie findet sich hier.

Bei einer Vesperpause kann man sich an dem Ausblick auf Neuffen ergötzen. So gestärkt kann man dann die Rückfahrt antreten. Anfangs folgten wir einem ausgewiesenen Forstweg, später ging es über einen phantastischen Singletrail, gespickt mit Steinen und Wurzeln, nach Hübben. Den Rest der Fahrt nach Bad Urach legten wir auf Straße zurück. Die letzten 5 Kilometer auf der Straße reichen zu Topspeed. Und nicht vergessen, am Ortsschild abzubremsen! Im Ort sind nur 50 km/h erlaubt, die auf dieser Abfahrt ganz locker übertroffen werden. Auf den restlichen Metern der Tour bis zum Wanderparkplatz P19 kann man die Historische Altstadt Bad Urach genießen.

Waldy
(13.04.2005)