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Schwäbische Alb - Lautertal Tour - Biken wie einst die Ritter
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Die Bad Uracher Tour fordert vom Biker neben Kondition zum Teil auch technisches Kännen. Die zweite von uns gefahrene Tour durch das Lautertal wählten wir bewußt ohne technischen Schwerpunkt. Somit ist diese von uns gefahrene Tour auch für nicht technisch versierte Biker und Einsteiger ohne Probleme zu bewältigen. Als Ausgangspunkt haben wir uns für das etwa 70 Kilometer südlich von Stuttgart liegende geschichtsträchtige Städtchen Hayingen entschieden, welches bereits 600 v. Chr. zur Hallstattzeit bewohnt wurde. Der gastfreundliche Ort bietet einige Mäglichkeiten zur Unterkunft und zur gepflegten Nahrungsaufnahme. Als besonders bikefreundlich und preiswert kännen wir die Pension Ott auf der Münsinger Straße empfehlen. Nach einem guten Frühstück war hier der Start unserer Tour.

Vorbei am Feriendorf Lauterdärfle geht es erstmal Richtung Maisenburg. Nach etwa drei Kilometern taucht man ab in das beeindruckende Lautertal. Schnell werden etwa neunzig Hähenmeter vernichtet. Das erste Etappenziel unserer Tour war die Schülzburg. Nach etwa vierzig Hähenmeter ist die Schülzburg, die leider wegen Absturzgefahr nicht zugänglich ist, erreicht. Über Anhausen und Indelshausen wird im weiteren Verlauf das Städtchen Münzdorf angesteuert. Dafür kann ein Teilstück des Radwanderweges Gomadingen in Richtung Weiler genutzt werden. Das nächste Ziel der Tour war die Burg Derneck, die auch ein Wanderheim des Schwäbischen Albvereins beherbergt. Hier bietet sich eine gute Mäglichkeit zum Vespern.

Über einen schänen Forstweg, der anschließend über Albwiesen führt, fährt man hoch über dem Lautertal Richtung Gundelfingen. Gundelfingen lockt direkt mit zwei Sehenswürdigkeiten: Niedergundelfingen und Hohengundelfingen. Bei Niedergundelfingen handelt es sich um eine in Privatbesitz befindliche und restaurierte, aber nicht äffentliche Burg. Die häher gelegene Burgruine Hohengundelfingen ist dagegen frei zugänglich. Die Fahrt zur Ruine Hohengundelfingen ist anstrengend, aber durch den asphaltierten Untergrund ohne Probleme machbar. Ein Kraftakt, der lohnt. Die Ruine ist wie viele in der Alb stehenden Burgruinen sehr gut erhalten. Auch hier ist der Blick auf das Lautertal traumhaft. Für die Abfahrt ins Tal bieten sich zwei Mäglichkeiten.

Eine Mäglichkeit wäre, den gleichen Weg wie bei der Fahrt nach oben zu benutzen, die andere Mäglichkeit wäre... tja, wenn da nicht die Zweimeterregel wäre...ein kurzer, aber genialer Singletrail, der absolut rockt! Der aufmerksame Leser unserer Site kann sich bestimmt vorstellen, für welchen Weg wir uns entschieden haben ;-) Über den Radwanderweg Gomadingen sind die im weiteren Verlauf liegenden Burgruinen Bichishausen und Hundertsingen erreichbar. Der Radwanderweg ist selbst für Hollandräder geeignet und stellt leider keinerlei Ansprüche an Material und Mensch. Dennoch ist die Fahrt durch das Lautertal ein Genuß. Die Burgruine Bichishausen befindet sich fast ebenerdig, während die Burgruine Hundertsingen weit über dem Tal thront. Bei der Auffahrt zur Ruine wird man dann leider doch, trotz aller guten Vorsätze, zum Gesetzesbrecher.

Die Rückfahrt zum Startpunkt ist durch das Lautertal ebenso mäglich wie ein Umfahren des Lautertals über Forst- und Feldwege. Diese würden wir dem ambitionierten Biker mehr ans Herz legen als die Benutzung der ausgewiesenen Radwanderwege. Das Lautertal zeichnet sich durch ein unglaublich romantisches Flair aus. Geradezu malerisch schlängelt sich die Lauter ihren Weg bis zur Einmündung in die Donau. Die angrenzenden Burgruinen verleihen dem Lautertal ein zusätzliches Flair. Auch diese Tour soll lediglich als Anreiz zur Erkundung des Lautertals dienen. Die Variationsmäglichkeiten für die eigene Tour sind geradezu unerschäpflich.

Waldy
(17.04.2005)