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4. Solling DH 2002 in Merxhausen
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Bei der Abfahrt in Krefeld, bzw. Duisburg am Samstag morgen war das Wetter noch in Ordnung. Doch je näher wir unserem Ziel in Niedersachsen kamen, desto dunkler wurde der Himmel, die ersten Regentropfen fielen. Nach 200 km Autobahn und 80 km Landstraße waren wir dann endlich um 11:30 in Merxhausen. Es wehte ein eisiger Wind und es regnete leicht. Sollen wir echt aus dem warmen Auto aussteigen??? Hilft ja alles nichts, wir sind schließlich zum Fahren da, schnell die Regenjacke angezogen und erst mal die Strecke zu Fuß abgelaufen.

Der neue obere Streckenteil ist im Gegensatz zum letzten Jahr etwas flüssiger zu fahren und nicht so eng. Eine Kompression, ein paar Bodenwellen, ein Double, eine kleine Kante in eine S-Kurve...dann kam das Steinfeld, welches in einer recht engen Linkskurve liegt. Über ein paar Bodenwellen kommt man dann auf den Wegübersprung zu...flieg...in der Landung wieder ein paar Bodenwellen und Bremslöcher, großer Rechtsanlieger. Der anschließende Absprung hat im Gegensatz zum letzten Jahr eine Landung bekommen, was auch viel Materialschonender ist. Der weitere Streckenverlauf entspricht dem unteren Teil der Dual DM Strecke, kleines Waschbrett, Linksanlieger, Table, Rechtsanlieger, Triple, Linksanlieger, Rechtsanlieger, Table, den man mit 2 Kickern je nach können um 2,5 Meter verlängern kann. Die Strecke verspricht einiges an Spass, nur das Wetter nicht...der Regen wird immer stärker.

Glücklicherweise konnten Christoph (Downhill-World) und ich mit ans Veltec Zelt "andocken", so daß wir wenigstens ein Dach über dem Kopf hatten. Schnell die Räder startklar gemacht, Regenklamotten angezogen und ab ins Shuttle. Die Strecke wurde im Laufe des Tages immer matschiger, doch die meisten Fahrer hatten trotzdem Spass ohne Ende. Wenn man einmal dreckig und nass ist, dann interessiert einen der Regen und Schlamm nicht mehr großartig. Mann muss halt nur die ganze Zeit in Bewegung bleiben, was aufgrund des zügigen Shuttelns auch kein Problem war. Die Wartezeiten lagen das ganze Wochenende bei unter 10 Minuten. Zur Reinigung der Räder stand ein Hochdruckreiniger bereit. Da dieser aber nicht ausreichte, stellte der Cheffe des Funparks Hartmut Kumlehn, bei sich zu Hause noch einen Wasserschlauch bereit. Außerdem konnten diejenigen, die die Nacht im Zelt verbringen mussten, bei ihm duschen. Das ist ein Service :-)) Wir zogen es aber vor in einer Jugendherberge zu übernachten, wo wir unsere eigesauten Klamotten waschen und trocknen konnten.

Als wir Sonntag morgen an der Strecke ankamen war die Wiese zum größten Teil für Autos unfahrbar geworden. Denn es herrschte mittlerweile schon 24 Stunden Norddeutscher Dauerregen. Einige der Fahrer hatten keine Lust mehr und fuhren nach Hause oder kamen erst gar nicht mehr. Beim Team Nicolai waren dummerweise an allen Rädern die Bremsen defekt, so daß sie nicht starten konnten??? Bevor dann der erste Lauf um 10:30 Uhr begann, hatten wir noch Zeit für 3-4 Trainingsfahrten. Zu dem Schlamm sind noch ein paar Seen dazugekommen. Der zweite Durchgang begann dann um 13:30 Uhr. Mittlerweile hatte der Regen auch etwas nachgelassen und es gab sogar ein paar kurze Regenpausen. Der Schlamm auf der Strecke wurde leicht klebrig und die Strecke somit noch rutschiger.

Bei den Damen gewann Christiane Rumpf mit gewaltigen 12 Sekunden Vorsprung vor Antje Kramer und Isabel Weiss. Bei den Herren war die Sache schon etwas enger, es gewann Jan Stötzer mit 4 Hundertstel Sekunden Vorsprung vor Andre Kleindienst, gefolgt von Michael Schnell, der weitere 2 Hundertstel Sekunden dahinter lag.

Trotz des schlechten Wetters war es ein sehr spaßiges und gut organisiertes Rennwochenende, von dem wir alle noch eine ordentliche Portion Schlamm mit nach Hause brachten. Wir freuen uns schon aufs nächste mal. Aber bitte bei Sonnenschein ;-)

Daniel
(2002)