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5. Lauf zum Schweizer IXS Downhillcup 2003 in Buttes
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Nach der schlechten Nachricht, dass der 4. Lauf zur DH BL in Tabarz wegen Waldbrandgefahr verschoben werden muss, machten Christoph und ich uns auf die Suche nach einem Ausweichrennen. Es standen ein Rennen in Tschechien und eins in der Schweiz zur Auswahl. Wir haben uns letztendlich für die Schweiz entschieden. Freitags war kein Training, so dass wir uns am Freitag gegen Mittag in aller Ruhe auf den 750km langen Weg machen konnten. In Buttes angekommen, es war schon 20Uhr, wollten wir dann erst "mal eben" die Strecke ablaufen. Diese war aber mit einer Länge von 3,5km und ca. 500hm doppelt so lang und viel steiler, wie die meisten deutschen Strecken, wodurch die Streckenbesichtigung dann doch etwas länger gedauert hat.

Oben fing es direkt sehr technisch an, steile, enge, sandige und steinige Serpentinen wechselten sich mit kurzen schnellen Wurzelpassagen ab. Dann kam man über einen steilen Hauptweg mit ein paar leichten, aber sehr rutschigen Kurven auf einen Table und einen Double zu, weiter ging es durch ein Steinfeld wieder auf den Hauptweg. Es folgten zwei Schikanen, von denen man die zweite als Absprung nehmen und mächtig weit fliegen konnte. Es ging weiter über einen steilen Hauptweg mit einigen Kurven und Wurzeln. Der weitere Verlauf war sehr technisch, die Strecke war durch die vielen Steine, Wurzeln und Bremswellen sehr ruppig. Hinzu kam noch das starke Gefälle und viele Kurven. Unten flog man dann über ein phattes Road-Gap aus dem Wald. Es folgte noch ein Wiesenstück mit 2 natürlichen Kanten und man war endlich im Ziel.

Insgesamt war die Strecke sehr schnell und rutschig. Vor allem wenn man sonst nur deutsche Strecken gewohnt ist, muss man sich erst mal an den Speed gewöhnen. Man schießt auf Kurven zu und denkt man bremst früh genug an, doch meist war es schon letzte Rille. Bergauf ging es mit dem Sessellift An der Bergstation standen dann noch für die letzten Meter zum Start zwei Shuttle bereit. Die Wartezeiten waren sehr niedrig. Am Samstag war vom 9Uhr bis 16Uhr Training und anschließend war noch ein gezeiteter Trainingslauf, der die Startreihenfolge am Sonntag bestimmte. Sonntag Morgen konnte dann noch von 9 bis 10 Uhr trainiert werden. Anschließend wurden 2 Läufe gefahren, von denen der beste fürs Tagesergebnis zählt.

Das Rennen in der Schweiz hat uns sehr viel Spaß gemacht. An der Organisation gab es trotz einiger Verständigungsprobleme (in der Region wird Französisch gesprochen) nichts zu mäkeln. Die Sache, dass Freitags kein Training ist, kommt den Berufstätigen entgegen, da sie Freitags nicht zwingend Urlaub nehmen müssen. Andererseits würde auf einer so langen Strecke ein zusätzlicher Trainingstag auch nicht schaden. Wir werden nächstes Jahr mit Sicherheit öfter mal auf Schweizer Rennen anzutreffen sein.

Daniel
(2003)