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Porsche fahren kann jeder - Belgien/Chaudfontaine
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Sechs Uhr aufstehen ist einfach nix für mich. Echt nicht. Mit Streichhölzern in den Augen und der Redbulldose im Anschlag, traf ich jedoch trotzdem so halbwegs pünktlich bei meiner heutigen Mitfahrgelegenheit, den Power Flower Mädels ein. Denn heute war es endlich soweit - der Pott rückte aus in ferne Länder um es im belgischen Chaudfontaine mal wieder richtig krachen zu lassen. Nachdem wir uns dann auch so nach und nach alle in Jens Wohnzimmer versammelt hatten, und nach diversen Tassen Kaffee die Augen auch von alleine offen blieben, konnte es endlich losgehen.

Nach zwei Stunden Fahrt trafen wir dann auch endlich an der Strecke ein, dessen Parkplatz übrigens anscheinend am heutigen Tag fest in der Hand des hiesigen Porscheclubs zu liegen schien.
Nun konnte es also losgehen und wir starteten bei schönem Sommerwetter unsere erste Abfahrt. Ich muss anmerken, dass ich zum ersten Mal da war und unten angekommen verstand ich endlich, was gemeint war, als es hieß: "Nimm mal ausreichend Schläuche mit...".

Ich kann diesen Ratschlag nur an alle weitergeben, die auch zum ersten Mal nach Belgien fahren, denn es ist fast niemand vor mindestens einem Durchschlag verschont geblieben.
Der Kai schaffte es sogar, sich gleichzeitig Vorder- und Hinterreifen zu plätten - reife Leistung. Das die Strecke also sehr steinig ist, brauche ich dann wohl nicht weiter zu erwähnen.

Des weiteren gibt es ein schönes, obwohl sehr kurzes Steilstück, zwei relativ schnelle Passagen mit lockerem Steinboden sowie diverse Serpentinen. Im unteren Bereich besteht die Möglichkeit einen schönen Sprung über einen Baumstumpf hinzulegen und sich im Anschluss daran einen etwa 3 -4 Meter Abhang hinunter zu stürzen. Im Laufe des Vormittags trafen neben uns auch noch weitere Ruhrpottfahrer an der Strecke ein, womit mal wieder eine beachtliche Menge Leute zusammen kam.

Leider endete der Tag für einen von uns mit zwei heftigen Stürzen (durfte es "live" erleben) und einem reichlich lädiertem Bein...
... doch was ein echter Downhiller ist, den halten eben nur Knochenbrüche vom fahren ab und somit munkelte man, oben genannten Fahrer einige wenige Tage später schon wieder im Krefelder Unterholz gesehen zu haben...

Kollektiv ging es im Anschluss an einen diggen Tag dann in eine Zweigstelle einer bekannten Fastfoodkette, wo man bei einer nahrhaften Mahlzeit den Tag noch mal Revue passieren lies, während man sich kollektiv über den mitten in dieser Lokalität befindlichen Kinderspielplatz aufregte.
Die kommen da echt auf komische Ideen bei McD...

Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, dass es ein hervorragender Tag war, für den es sich absolut lohnte mitten in der Nacht aufzustehen und ich hoffe nicht das letzte Mal da gewesen zu sein. Unser aller Dank geht übrigens an den Mann mit dem schönsten Rad, den Kai, dafür das er den gesamten Tag seinen Bus zum shutteln zur Verfügung stellte und an den Daniel der den Fahrerjob nahezu den gesamten Tag sicher erledigte.

Josh
(2001)