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Kona Stab Supreme SE 2008 im Test - Ein Traum in Ball Burnished und Weiß! - www.fraktur-magazin.de

Schon seit vielen Jahren spielt Kona in vielen Bereichen der MTB-Szene ganze vorne mit. Egal ob im Freeridebereich oder beim Downhill, Kona hat seine Hausaufgaben gemacht. Das kann man auch wieder bei den 2008er Modellen sehen. Nun war es so weit! Wir hatten die Ehre, das neue Kona Stab Supreme SE zu testen. Um es mal direkt los zu werden, rein optisch ist das Kona schon ganz großes Kino. Das Gesamtbild ist sehr gelungen! Man kann das Supreme von allen Seiten betrachten, es gibt nicht einen einzigen Grund, irgendetwas zu beanstanden.

Angefangen von der neuen Marzocchi 888 RC-3 WC im Kona Style, die mit ihren 38mm Standrohren schon sehr fett rüber kommt. Anbauteile wie Lenker, Vorbau, Sattelstütze und Kurbelgarnitur kommen von Race Face Diabolus und können optisch wie fahrtechnisch überzeugen. Gebremst wird mit der neuen Shimano XT mit 203mm großen Scheiben. Sehr gut hat uns die Bremshebelverstellung gefallen, die über ein kleines Rädchen verstellt werden kann und sehr gut erreichbar ist. So kann jeder seine bevorzugte Bremshebelstellung einstellen.

Das gesamte Bild der Bremsanlage wirkt zwar eher zierlich, konnte aber in der Praxis überzeugen. Zwar hätten wir uns etwas mehr Biss von der XT gewünscht, aber ansonsten war die Bremsleistung immer ausreichend. Geschaltet wird mit Shimano Saint, worüber ja nichts weiter gesagt werden muss. Die Kette wird von der e.thirteen Kettenführung unauffällig und geräuschlos auf dem Kettenblatt gehalten. Der Dämpfer für den Hinterbau kommt aus dem Hause Fox, und zwar mit dem Fox DHX 5.0, der in seiner Funktion absolut top ist und bei den derzeitigen Dämpfern ganz vorne mitspielt!

Wenn man auf dem Kona Platz nimmt, sitzt man auf einem einen recht angenehmen WTB Sattel, der speziell für Kona gefertigt wurde. Unter dem Strich kann man zum Kona Stab Supreme SE sagen, hier wurde geklotzt und nicht gekleckert! Irgendwie passt alles! Man sieht nur das Feinste, was man irgendwie an ein Bike schrauben kann. Aber wie sieht es in der Praxis beim Fahren mit dem Kona aus? Da sollte man bei dem Kona einige Dinge beachten, wenn man es käuflich erwerben möchte.

Das Kona fällt relativ groß aus. Wir hatten das Kona in der Rahmengröße M, das wir ab einer Körpergröße von 180 cm empfehlen würden, da sonst das Kona leicht unhandlich wirkt. Wenn man das Bike endlich sein Eigen nennen darf, sollte man sich auf jeden Fall die Arbeit machen, das Fahrwerk richtig einzustellen, um die perfekte Performance zu erreichen. Die Gabel und der Dämpfer haben genug Möglichkeiten zum Einstellen, die man unbedingt auch nutzen sollte. Wir konnten den Unterschied selber gut feststellen.

Es bringt sehr viel, wenn man sich mit der Pro-Pedal Einstellung beschäftigt. Auf langen Trettstücken kann man richtig was an Zeit gut machen, wenn hier alles passt! Macht man sich nicht die Arbeit, hat man mit dem Pedalrückschlag so seine Probleme, was viel Kraft kostet. Geht es steil bergab und es wird richtig schnell, läuft das Kona Stab zur Höchstform auf. Das Bike hat eine sagenhafte Laufruhe und lässt sich sauber in die Kurven legen. Jede Bewegung am Lenker wird sofort umgesetzt.

Das Kona braucht Gefälle und das Gelände darf dabei richtig ruppig sein, denn dann ist das Bike in seinem Element. Mit dem Stab hat man einen riesen Spaß, denn die Reserven sind enorm. Auch in der Luft verhält es sich sehr stabil und ruhig. Man bekommt nie den Eindruck, keine Kontrolle mehr über das Rad zu haben. Ebenfalls sehr gut gelöst ist die Bremsmomentabstützung, welche die Bremse von der Schwinge entkopppelt. Der Rahmen ist übrigens baugleich zu dem 2007er Modell, lediglich die Wippe weist nicht mehr die vielen Aussparungen auf.

Man kann das Rad auch Einsteigern empfehlen, da es ein sehr ausgewogendes Fahrverhalten hat und stets gut zu kontrollieren ist. Leute die schon länger den Bergabsport betreiben, werden definitiv ihre helle Freude mit dem Bike haben, denn mit diesem Rad können die eigenen Fähigkeiten und Grenzen noch weiter ausgebaut werden. Die erste Auslieferung an die Shops erfolgt mit dem Bike, wie wir es zum Test hatten. Danach wird das Barel Logo verschwinden - die Ausführung und Farbe wird jedoch bestehen bleiben und ist für jedermann/-frau im Fachhandel erhältlich.

Fazit:
Das Kona Stab Supreme SE ist ein Downhill-Waffe vom Feinsten, die dazu richtig Spaß macht! Es gibt aber auch Nachteile an diesem Rad! Erstens: Man ist nie so schnell wie Fabien Barel, egal wie sehr man sich bemüht! Zweitens: Das Kona kann richtig zu Beziehungsstress führen, denn mit diesem Rad hat man soviel Spaß auf der Strecke, dass man immer nur noch fahren will!

Größen: S, M und L
Gewicht: etwa 20,3 Kilogramm (ohne Pedalen)
Preis: 4999,00 Euro

Mehr Infos unter www.konaworld.com

Elton
(30.11.2007)