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Continental "Der Kaiser" - Reifentest - Adel verpflichtet!
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Im Hause Continental passiert seit einiger Zeit im Bereich MTB Reifen eine ganze Menge. Da wir das Vergnügen hatten, schon einige Reifen für das MTB für die verschiedensten Einsätze zu testen und meist sehr angetan waren von den Produkten, darf sich nun ein neues Modell in dieser Reihe eingliedern. Aber es wird schwer werden für den Kaiser, denn der Rain King hat uns schon mächtig beeindruckt!

Im Bereich Downhill ist die Wahl des Reifens ein sehr wichtiger Punkt und kann sehr entscheidend für den Rennverlauf sein. Es spielen so viele Faktoren eine wichtige Rolle, dass es schon recht schwer ist, sich für den richtigen Reifen zu entscheiden. Aber da wollen wir jetzt nicht weiter darauf eingehen, weil hier spielen auch eigene Geschmäcker und Vorlieben eine große Rolle. Tja, nun fragen wir uns, warum der Reifen "Der Kaiser" heißt - hat es etwas mit dem Wetter zu tun oder mit den Bodenverhältnissen? Bezogen auf letzteres, ob es felsig, steinig oder was auch immer ist?! Naja, die von Conti werden schon wissen warum gerade dieser Name. Wenn man denn "Der Kaiser" so in der Hand hält und ihn betrachtet, mal so die Karkasse fühlt, ist man schon sehr beeindruckt. Die Karkasse fühlt sich richtig dick an, man könnte meinen, den Reifen auch ohne Luft fahren zu können - natürlich ohne durchzuschlagen! Das Profil wirkt bekannt und fühlt sich recht weich an.

Dazu muss man sagen, dass er dennoch recht leicht rollt - gerade auf Asphalt auf dem Weg zur Strecke haben wir das sehr geschätzt - da haben wir schon ganz anderes erlebt. Wer jetzt aber meint, wenn er schon auf Asphalt gut rollt, dann wird er im Gelände zu wenig Grip haben, der irrt sich gewaltig! Wenn es matschig wird, kommt er zwar im direkten Vergleich nicht an den Rain King heran, aber wenn es trocken oder leicht feucht ist, läuft er zur Höchstform auf. Auf unserer Hausstrecke haben wir den Vorteil, dass sich so sämtliche Gemeinheiten, die es beim Downhill gibt, auf einer Strecke finden. Hier ist die Fahrtechnik und das Material voll gefordert, auch der Boden ist sehr speziell und eignet sich ideal zum Testen. Der Kaiser spielt ganz klar seine Vorteil bei trockenem bis leicht feuchtem Untergrund aus. Neben dem enormen Grip in Kurven gesellt sich das brachiale Bremsverhalten, ganz nach dem Motto: Wer später bremst ist länger schnell! Auf Teilstücken, wo es quer zum Hang geht, viele abfallende Wurzeln vorhanden und sonstige Gemeinheiten zu finden sind, lief der Reifen sauber seine Spur. Die Außenstollen boten stets sehr guten Halt. Auf feuchten Böden und bei geringerem Tempo rutschte der Reifen etwas, aber es war sehr kontrolliert und nie grenzwertig. Auf Waldböden, welches Conti als ihr Revier bezeichnen, können wir diese Aussage nur bestätigen! Da geht er richtig ab, beißt sich mit seinen Stollen im Waldboden fest und es macht mächtig Spaß, sich durch die Kurven zu hauen.

Noch etwas zu dem Verschleiß des Reifens. Man kann zwar nie eine exakte Angabe zu dem Verschleiß machen, da jeder ein anderes Fahrverhalten hat und auch die Bodenverhältnisse stets anders sind, aber da wir oft gefragt werden, wie denn der Verschleiß sei, können wir daher nur unseren persönlichen Eindruck dazu äußern. Unser Eindruck ist, der Verschleiß scheint gering zu sein bei - und das bei sehr gutem Grip, den weichen Stollen, den sehr guten Rolleigenschaften und den brachialen Bremseigenschaften. Summasumarum...wieder einmal konnte uns Conti mit einem sehr guten Reifen für den Bereich Downhill überzeugen!

Fazit:
Der Kaiser konnte uns kaiserlich überzeugen! Bei kaiserlichem Wetter ist er eine Macht und macht dich fertig! Ein Spitzenprodukt aus Deutschland, an dem sich andere die Zähne bzw. die Stollen ausbeißen werden!

3 Lagen / total 180 tpi / Black Chili Compound
62-559 26x2,5, 1250 Gramm, empfohlener Luftdruck 2,5-3,5 bar

Preis: 59,90 Euro

Mehr Infos unter www.conti-online.com

Elton
(29.05.2009)