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Schwalbe Dirty Dan - Wenn es dreckig und schmutzig wird! Test
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Seit dem Dirtmaster Festival in Winterberg bietet Schwalbe zwei neue Reifen für den Bereich DH an. Wicked Will und Dirty Dan heißen die beiden Neuen, die den Markt erobern sollen. Conti kam den Jungs von Schwalbe ein paar Tage zuvor und konnte bereits mit seinen beiden neuesten Zugpferden schon sehr überzeugen. Eigentlich war geplant, dass wir über beide Reifen, den Dirty Dan und den Wicked Will, gleichzeitig berichten, aber die Bodenverhältnisse waren die meiste Zeit allerdings eher matschig und feucht, weshalb wir unseren Fokus direkt auf den Dirty Dan gerichtet haben.

Die Tage, an denen es trocken war, konnte man an einer Hand abzählen, aber genau für diesen Fall gibt es ja den Dirty Dan. Im ersten Moment erinnert er an den Maxxis Wetscream, allerdings aber auch nur im ersten Moment! Der Reifen ist in der Größe 26x2.35 in der klebrigen Gooey Gluey Mischung erhältlich, dazu kommt, dass die Höhe der Stollen nicht so hoch ist wie beim Maxxis. Für einen besseren Seitenhalt gut es beim Dirty Dan die nach außenstehenden Stollen, die Schwalbe Curve-Claws nennt. Um Snakebites und Durchschläge zu vermeiden, ist der Reifen mit einer doppelten Karkasse ausgestattet. Im Großen und Ganzen ist der Eindruck sehr gut, aber wie sieht es auf der Strecke aus? Für den Dirty Dan kam wie erwartet das Wetter sehr gelegen. Es hatte tagelang ordentlich geschüttet und die Hausstrecke war zu diesem Zeitpunkt dann völligst aufgeweicht. Die anfänglichen Bedenken, dass die Außenstollen vielleicht zu wenig Seitenhalt bieten könnten, wurden nach dem Ermitteln des passenden Luftdrucks schnell widerlegt. Sauber zog man seine Bahn, auch die Selbstreinigung konnte überzeugen. Gerade auf unserer Hausstrecke wird bei Nässe der Boden schnell zur Schmierseife, aber den Dirty Dan hat das wenig beeindruckt, Beschleunigung, Bremsverhalten und Traktion sind top. Selbst bei sehr wenig Luftdruck in den Reifen gab es keine Anzeichen von Durchschlägen - gerade auf Wurzeln ist das ja immer so eine Sache, aber auch hier keine Beanstandung. Richtig interessant wird es natürlich immer in hängenden Kurven, vor allem dann, wenn diese noch feucht und mit Wurzeln übersät sind. Hier ist die Fahrtechnik, das passende Tempo und das Material gleichermaßen gefragt - auch hier konnte der Dirty Dan sehr überzeugen. Das Tempo konnte doch um einiges höher gefahren werden als mit anderen Reifen - zeitgleich sind wir mit einem anderen Regenreifen unterwegs gewesen, der bei zunehmender Bodenfeuchte zusehendst immer mehr ins Rutschen geriet, während der Dirty Dan sauber seine Spur zog - wir waren selbst sehr überrascht, dass die Traktion so gut war. Auf losem Waldboden kann es schon mal passieren, das man in Kurven sehr schnell einen Anlieger durch den tief im Boden einkrallten Reifen "baut".

Auf hartem moosbedeckten feuchten Waldböden kann der Grip allerdings schlagartig abbrechen - sobald der Boden allerdings nur ein klein wenig Halt bietet, da packt der Schwalbe wieder gnadenlos zu. Laut Schwalbe ist der Reifen für matschige Böden, Regen und Wiesen - da kann man zu 100% zustimmen! Wenn der Boden dann aber doch mal mehr abtrocknet, wie es an einem Renn- oder Trainingstag ja schon mal vorkommen kann, braucht man sich mit dem Dirty Dan dennoch keine Sorgen machen. Selbst auf trockenem Boden war der Reifen nicht außer Kontrolle zu bekommen - er ist dann zwar nicht mehr so schnell wie andere Reifen, aber er hat stets genug Traktion, um auch hier noch ein hohes Tempo zu fahren! Der Preis des Dirty Dan beträgt 52,00 Euro, dafür bekommt man ein etwa 1300 Gramm schweres Stück Gummi für richtig schnelle Abfahrten bei widrigen Verhältnissen!

Mehr Infos unter www.downhilltires.com

Elton
(08.08.2009)