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Sigma Powerled Evo Pro X-Set - Wenn die Tage kürzer werden!
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Alle Jahre wieder... die Tage werden kürzer und der durchschnittliche berufstätige MTB'ler findet immer weniger Zeit sich - bei Tageslicht - seinem liebsten Sport zu widmen. In diesem Fall war früher nicht alles besser! Wirklich gute Bikelampen kosteten ein kleines Vermögen. Wer nicht dazu bereit war, dieses zu investieren und trotzdem nicht auf der Rolle verkümmern wollte, dem blieb nur die Möglichkeit, sich mit irgendwelchen winzigen Funzeln in die Dunkelheit zu wagen oder sich an einem Eigenbau - zum Beispiel auf der Basis von Halogendeckenleuchten - zu versuchen. Oft genug mit riesigen (und natürlich schweren) Akkus.



Glücklicherweise ist mittlerweile die Entwicklung der LED's sowie die Akkutechnik so weit fortgeschritten, dass sich mittlerweile eine ganze Reihe wirklich guter Lampen mit toller Lichtleistung und vernünftiger Leuchtdauer bei angenehm kleinen Akkus am Markt finden. Die deutsche Firma Sigma aus Neustadt ist seit Jahren für hochwertige Tachos und eben auch Bikelampen bekannt. Eine der neuesten Helmlampen, die Powerled EVO, haben wir hier getestet - genauer gesagt das POWERLED EVO PRO-X-SET. Hier wurde ein Paket geschnürt aus der Lampe POWERLED EVO den Akku IION XL + Ladegerät sowie einer Helmhalterung. Die POWERLED EVO ist mit ihrer Multichip LED und 900 Lumen das Flagschiff der Produktlinie und fällt in die Kategorie der Sportbeleuchtungen - ist also nicht im Bereich der StVO zugelassen!

Die Lampe wartet mit einem Alugehäuse mit Kühlrippen in edlem Finish auf. Die Kabeldurchführung und die Steckerverbindung sind mit Dichtungen versehen, damit wird die Lampe nicht nur als spritzwassergeschützt, sondern sogar als wasserdicht eingestuft. Das Verbinden von Lampe und Halter geht schön stramm. Das schafft Vertrauen, auch für ruppige Downhills. Zusätzlich wird der Halter mit einem kleinen Pin in der Lampe arretiert. Kurze Bedenken, dass dieser Pin sehr schnell verschleißen könnte, werden sehr schnell zerstreut. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich der Pin als gefederte Kugel. Hier hat sich jemand Gedanken gemacht, sehr schön. Diesen Eindruck erweckt auch die Verbindung zum Helm. Der Halter wird per Klett befestigt und verfügt, als Schutz gegen ein Verrutschen, über eine Gummierung. Die Lampe lässt sich mit diesem Halter an die meisten Helme problemlos befestigen, bei unserem Fullface-Helm mussten wir zwei kleine Schnitte in das Insektenschutznetz vornehmen.

Der Akku ist in einem stabilem Hardcase aus Kunststoff untergebracht. Bei der Verwendung als Helmlampe kann der Akku, mit Hilfe des mitgelieferten Verlängerungskabels, im Rucksack oder in der Trikottasche untergebracht werden. Als Zubehör gibt es noch einen Lenkerhalter für die Lampe im Handel. In diesem Fall kann der Akku ohne das Verlängerungskabel mit Hilfe eines Halters, der ein wenig an die Sigma Tachohalter erinnert, am Rahmen befestigt werden. Hierzu können entweder der mitgelieferte Klettriemen oder die von den Tachos bekannten Gummiringe verwendet werden. Das mitgelieferte Ladegerät ist Stand der Technik und speziell für den Lithium-Ionen-Akku ausgelegt, eine rote LED informiert über den Status. Zu Erwähnen ist hier, dass es mit seiner Eingangsspannung von 100-240 Volt auch problemlos im Ausland eingesetzt werden kann (einen Reiseadapter vorausgesetzt).

Auf dem Trail überzeugt die POWERLED EVO mit einer angenehmen Lichtfarbe, bei einem Einsatz als Helmlampe mit einem angenehmen Spot und beim Einsatz am Lenker (ein entsprechender Halter ist als Zubehör erhältlich) mit einem noch gut ausgeleuchteten Randbereich. Hier hat man für unseren Geschmack eine sehr gute Optik für einen breiten Einsatzbereich verbaut. Mit ca. 900 Lumen kann man es auch bergab noch gut laufen lassen. Auf lokalen Downhillstrecken fühlten wir uns gut versorgt. Mit einer Leuchtdauer von ca. 3 Stunden - bei voller Lichtleistung - sind in jedem Fall auch ausgedehntere Touren möglich. Mit den verschiedenen Dimmstufen kann die Leuchtdauer laut Hersteller bis zu 11 Stunden verlängert werden. Optional gibt es auch noch einen kleineren Akku, der zwischen 1,5 und 5,5 Stunden Leuchtdauer bietet. Im Übrigen verfügt die Lampe über verschiedene Schutzmechanismen. Sie schaltet bei Überhitzung selbsttätig stufenweise die Leistung runter, um eine Beschädigung zu vermeiden. Kühlt sie wieder ab, schaltet sie wieder hoch. Ein Auslösen des Überhitzungsschutzes konnten wir allerdings nur bei Zimmertemperatur mit abgedeckter Lampe provozieren - so heiß wird die Lampe wohl nur im Hochsommer im Stand. Über die Statusdiode im Einschalter wird über die Restkapazität von 50 Prozent und 5 Prozent informiert. Um die Lampe nicht versehentlich Ein oder Aus zu schalten, wird mit zweimaligem Drücken des Schalters die Lampe eingeschaltet und mit ca. zwei Sekunden gedrücktem Schalter wieder ausgeschaltet.

Alles in allem wieder ein gelungener Wurf von Sigma! Man erhält für einen moderaten Preis eine Lampe, der man bei einem 24 Stunden Rennen als auch beim Downhill vertrauen kann!

Preis: 184,95 Euro

Hersteller: www.sigmasport.de

(Holger / 22.09.2011)

Fotocredit (Nightshot-Bilder): Oliver Noack